Cosimabad: Ab 29. Juli wieder Wellen

15. Juli 2017

Betrachtet man den Eingang, inspiziert man das Gelände, wirft man einen Blick ins Gebäudeinnere, dann kann man es (immer) noch kaum glauben: Das runderneuerte Cosimawellenbad wird am Samstag, 29. Juli, 14 Uhr, rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien, wiedereröffnet. Also wie von Christine Kugler, Bäderchefin bei den Stadtwerken München (SWM), Ende Mai versichert. Wort gehalten! Wenn auch wohl noch bis zur letzten Minute geschraubt und gepinselt werden muss. Ob die Außenanlagen komplett fertig gestellt sein werden – das ist mehr als fraglich.

„Halbstündige Welle, freier Eintritt und buntes Programm“ – so heißt’s in der SWM-Ankündigung zum „Neustart für Badespaß und Erholung in Bogenhausen“. Nach 34 Betriebsjahren wurde die gesamte Haus- und Badewassertechnik saniert und das Bad grundlegend modernisiert. Haupt­attraktion ist natürlich das Wellenbecken, ausgerüstet mit neuester Wellentechnik, die südliche Brandungserlebnisse verspricht. Deutlich gewachsen ist der Kinderplanschbereich mit Schifferl­kanal, Wasserigel und Rutsche. Er ist nunmehr der größte in den Münchner Hallenbädern.

Das Programm am Eröffnungstag: Ab 14 Uhr Einlass; 14.30 Uhr offizielle Eröffnung durch Stadträtin Simone Burger und SWM-Geschäftsführer Werner Albrecht; ab 15 Uhr  Schwimmen und Wellen­betrieb (halbstündlich für jeweils zehn Minuten); buntes Unterhaltungsprogramm mit Zauberer und Luftballonkünstler; 20 Uhr Öffnung der Sauna (kostenlose Nutzung an diesem Tag). Das Cosimawellenbad schließt an diesem Samstag um 23 Uhr; ab Sonntag, 30. Juli, ist es dann regulär geöffnet (montags mit sonntags von 7.30 bis 23 Uhr; Sauna von 9 bis 23 Uhr).

Die Außenbereiche des Schwimmbads, wie hier an der Cosimastraße, sind noch längst nicht angelegt.   Foto: hgb

Die Außenbereiche des Schwimmbads, wie hier an der Cosimastraße, sind noch längst nicht angelegt. Foto: hgb

Das Cosimawellenbad war seit August 2014, also seit mehr als 1000 Tagen, zwecks Sanierung – Aufwand rund 12,5 Millionen Euro – geschlossen. Im Herbst 2016 hätte es wiedereröffnet werden sollen. Doch die Instandsetzung des einzigen Wellenbads in der Stadt verzögerte sich.

Der Zahn der Zeit hatte zu kräftig an allem genagt. Die Bausubstanz war durch und durch mürbe.

Die hölzer­ne Dachkonstruktion musste abgetragen und durch einen Stahlaufbau ersetzt werden. An den Außenwänden mussten die Holzverkleidungen entfernt werden. Dafür wurden Stahlrahmen für eine Glasfassade einzogen. Und aus Brandschutzgründen hatten sich die Verantwortlichen kurzfristig entschlossen, das durch eingedrungenes Regenwasser und Frost beschädigte Dach der Sauna neu einzuziehen.

Die Schwimmhalle erscheint dank den großen Oberlichtern und der weißen Decke hell, die Glas­fassade bewirkt Transparenz. Hauptattraktion ist natürlich das mit einer Edelstahlabdeckung versehene Wellenbecken, das Badespaß auf 35 mal 16 Metern verbunden mit bis zu 80 Zentimeter hohen Wellen bietet. Dank einer neuen Technik wird nun aus vier statt bislang aus zwei Kammern Luft ins Becken gepresst, wodurch Wellen auch quer laufen können.

Das Becken kann außerhalb der Wellenzeiten per Hubwand in eine 25-Meter-Anlage für Schwimm­wettkämpfe mit sechs Startblöcken geteilt werden. Auf der Rückseite entsteht dann ein acht mal 16 Meter großer Bereich für Nichtschwimmer. In den „wellenfreien“ Zeiten ist damit auch mehr Platz für Schulen und Vereine, Kurse können durchgeführt werden.

Der Eintritt im Cosimawellenbad kostet für Erwachsene 4,80 Euro, für Kinder und Jugendliche (sechs bis 14 Jahre) 3,50 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt. Für dieses Entgelt dürfen die Besucher während der Sommerzeit – dieses Jahr also bis 29. Oktober – im Bad verweilen. Danach gibt’s wie in den anderen Münchner Bädern eine Zeitbegrenzung von drei Stunden.

– Titelbild: hgb –

Alexander MihatschCosimabad: Ab 29. Juli wieder Wellen