Prinz-Eugen-Park: Pflegeheim mit Synagoge

24. Juli 2017

Das künftige Stadtquartier Prinz-Eugen-Park (PEP) an der Cosimastraße ist ein kompliziert anmu­tendes Gebilde:  neben 1800 Wohnungen für etwa 4000 Menschen wird eine vielfältige Infrastruktur geschaffen. Dazu gehört ein Pflegeheim mit Seniorenwohnen, Begegnungsstätte und Synagoge – Bauherrin ist die Israelitische Kultusgemeinde München (IKG) – an der Eugen-Jochum-Straße. Das Haus soll größer werden als ursprünglich geplant. Das sehen die Mitglieder des Stadtteilgremiums kritisch.

„Der Bezirksausschuss hält die massive Erhöhung der Geschossfläche in dem neuen Vorbe­scheidsantrag für nicht akzeptabel. Die Antragssteller werden deshalb gebeten, das Projekt in der nächsten Sitzung des Untergremiums Planung – Donnerstag, 27. Juli, 19.30 Uhr, Schützenheim neben der Gaststätte Pyrsos an der Englschalkinger Strasser – vorzustellen. Dabei werden aussagekräftige Visualisierungen der städtebaulich wichtigen Blickachsen erwartet. Ebenso sind die Varianten vorzulegen, die auf den Festsetzungen des Bebauungsplans basieren.“ Das haben die Lokalpolitiker jetzt einhellig beschlossen.

An der Eugen-Jochum-Straße im Prinz-Eugen-Park plant die Israelitische Kultusgemeinde München (IKG) den Bau eines „Pflegeheims mit Seniorenwohnen“ (roter Punkt). Das Gebäude soll größer werden als ursprünglich geplant, was Lokalpolitiker kritisch sehen.    Karte: Google/PEP-Konsortium

An der Eugen-Jochum-Straße im Prinz-Eugen-Park plant die Israelitische Kultusgemeinde München (IKG) den Bau eines „Pflegeheims mit Seniorenwohnen“ (roter Punkt). Das Gebäude soll größer werden als ursprünglich geplant, was Lokalpolitiker kritisch sehen. Karte: Google/PEP-Konsortium

Worum es geht, das erläuterte Robert Brannekämper, stellvertretender Vorsitzender des Bezirks­ausschusses und CSU-Landtagsabgeordneter, im Plenum:

„Laut Vorbescheid ist es der Wunsch des Investors, die Geschossfläche zu erhöhen, um die Einrichtung wirtschaftlich betreiben zu kön­nen.

Es wurde ein Antrag auf Befreiung vom gültigen Bebauungsplan gestellt. Das ist aber generell eine Frage des Verfahrens. Wir sehen den Wunsch äußerst kritisch, lehnen ihn ab. Besser wäre ein Änderungsverfahren.“

Zum Projekt ist einzig seit sieben Monaten die Beschreibung des PEP-Konsortiums (www.prinzeugenpark.de) bekannt:

„Es entsteht ein modernes Pflegeheim mit Pflegplätze für circa 120 Bewohnerinnen und Bewohner, Plätze für demenziell erkrankte Personen, sowie Palliativ­pflegeplätze und Wohnungen und Apartments für betreutes Seniorenwohnen.“

Was bislang geplant war, was neu geplant ist, wie alles ausschauen soll – dazu antwortete Brigitte Meier, Geschäftsführung, auf eine Anfrage an die IKG-Pressestelle: „Bezüglich unseres Bauvor­habens wird unsere Architektin im Unterausschuss des BA 13 Stellung nehmen.“ Auf Nachfrage lautete der Mail-Text: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir den BA gerne direkt am 27.7. aus erster Hand informieren möchten. Hierzu bereiten unsere Architekten gerade die Pläne auf, sowie eine kurze Präsentation hierzu vor.“

Man darf gespannt sein, was demnächst den Bogenhauser Kommunalpolitikern präsentiert wird.

Alexander MihatschPrinz-Eugen-Park: Pflegeheim mit Synagoge