Zamdorf: Alte und neue Buslinie gefordert

02. August 2017

„Zamdorf braucht wieder eine direkte Busanbindung in die Innenstadt, und zwar wieder wie früher an bzw. über den Max-Weber-Platz“. So ergänzt Kilian Mentner, CSU-Vertreter im Bezirksaus­schuss, den Plan der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), demzufolge ab Mitte Dezember Bürger aus Steinhausen und Zamdorf mit der Straßenbahn, der neuen Linie 22 (zum Stachus), wieder via Max-Weber-Platz direkt in die City fahren können. Diese Forderung unterstützte das Kommunalparlament nunmehr erneut.

Zudem fordert die Grünen-Fraktion im Stadtteilgremium, „dass die Buslinie 191 ab der Haltestelle Süskindstraße mit der Linie 190 einen ganztägigen Zehn-Minuten-Takt bildet und dass das Gewerbegebiet Zamdorf durch eine neue Linie einen ganztägigen 20-Minuten-Takt erhält.“ Diesen Antrag billigten jetzt die Lokalpolitiker.

Die Buslinie 191 soll ab der Haltestelle Süskindstraße mit der Linie 190 einen ganztägigen Zehn-Minuten-Takt bilden. Diesem Grünen-Antrag stimmten die Mitglieder des Bezirksausschusses einhellig zu.    Foto: hgb

Die Buslinie 191 soll ab der Haltestelle Süskindstraße mit der Linie 190 einen ganztägigen Zehn-Minuten-Takt bilden. Diesem Grünen-Antrag stimmten die Mitglieder des Bezirksausschusses einhellig zu. Foto: hgb

Die knifflige Ausgangslage erläuterte Initiator Karl Nibler:

„Der im 20-Minuten-Takt verkehrende Bus 191 bedient derzeit zwei Linienwege. Vom Ostbahnhof kommend fährt er zurzeit vormittags über die Kastenbauer Straße zur Endhaltestelle Zamilapark – und vom Zamailapark aus über Zamdorf-Siedlung zurück zum Ostbahnhof.

Nachmittags wird der Linienweg getauscht. Dadurch wird das Gewerbegebiet Zamdorf pro Richtung nur halbtags erschlossen.

Den Anwohnern vom Siedlungs­gebiet bleibt ein ganztägiger Zehn-Minuten-Takt verwehrt, da die ebenfalls im 20-Minuten-Takt verkehrende Linie 191 von Messestadt aus kommend zeitweise gemeinsam mit dem 191er ab der Haltestelle Süskindstraße den Linienweg über Zamdorf Siedlung bis zum Ostbahnhof bedient.“

Den Vorstoß begründet Nibler mit dem hohen Fahrgastaufkommen. „Speziell an der Haltestelle Zamdorf Siedlung mussten Fahrgäste bereits wegen Überfüllung des Busses zurückgelassen werden. Das könnte durch die Umsetzung der Forderung vermieden werden. Und im Gewerbegebiet Zamdorf könnten Gäste von vier Hotels den Bus nutzen. Die derzeitige Anbindung ist verwirrend und unattraktiv.“

Alexander MihatschZamdorf: Alte und neue Buslinie gefordert