WHG-Bau: Lokalpolitiker fürs „Bügeleisen“

24. März 2018

„Die tri-ovale Bauform – von Besuchern der Tagung des Bezirksausschusses wurde die Variante III mal als >Ei>, mal als >Bügeleisen< bezeichnet – des neuen Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums (WHG) am Salzsenderweg im Klimapark ist wohl die sinnvollste der drei präsentierten Formen, natürlich vorbehaltlich Korrekturen und Nachbesserungen. Wir tendieren dazu.“ Diesem Statement von CSU-Fraktionssprecher Xaver Finkenzeller schlossen sich die Lokalpolitiker zu, fassten unisono einen einschränkenden Beschluss:

„Vom Bezirksausschuss wird nach jetziger oberflächlicher Prüfung die Variante III präferiert. Das Gremium wird sich aber in seiner Sitzung am Dienstag, 10. April, 19.30 Uhr (Anm. d. Red.: im Saal des Gehörlosenzentrums an der Lohengrinstraße 11) mit der Thematik nochmals ausführlich beschäftigen und anschließend Stellung nehmen.

Der Plan fürs neue Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (WHG) am Salzsenderweg im Klimapark mit den Komponenten der Schule und der Umgebung. Karte Baureferat; Foto/Bearbeitung: hgb

Das Gremium stellt bereits jetzt klar, dass das Verkehrsgutachten unvollständig ist (Zufahrt über die Knappertsbuschstraße und Einbezug der Knappertsbuschschule und der russisch-orthodoxen Kirche, für die eine Baugenehmigung bereits existiert) und dringend ergänzt werden muss. Zudem fehlt auch ein schlüssiges und überzeugendes Konzept zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).“

Vor dem Entscheid hatte Petra Cockrell (CSU) erklärt: „Der Aspekt ÖPNV ist nicht ausreichend beleuchtet.“ Bezirksausschuss-Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser (Grüne) meinte: „Das Verkehrs­gutachten ist unvollständig.“

Und Wolfgang Helbig (SPD): „Es fehlt ein schlüssiges Konzept der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).“ Kurzum: Beim Thema Verkehrserschließung, auch von Bürgern bei der Planpräsentation mehrfach moniert, muss noch massiv nachgebessert werden.

Gleichwohl hat bei dem Projekt das Klima die Architektur wesentlich beeinflusst, die drei Gebäude sollen dem Wind so wenig Widerstand wie nur irgend möglich bieten. Denn der Klimapark am Salzsenderweg dient als Frischluftschneise nicht nur für die nähere Umgebung, vielmehr für ganz Bogenhausen, wie Siegfried Trautmannsberger vom Baureferat betont hatte. Bei der favorisierten dritten Variante wirkt alles leicht, luftig und abgerundet, der Schulkomplex wird zum Salzsenderweg hin durch Baumgruppen abgeschirmt.

Das geplante Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (WHG) vom Standpunkt Haupteingang am Salzsenderweg gesehen. Foto: hgb

Alexander MihatschWHG-Bau: Lokalpolitiker fürs „Bügeleisen“