Manfred Krönauer: Austritt aus der FDP

5. April 2018

Paukenschlag bei den Liberalen in Bogenhausen: Manfred Krönauer, seit Januar (wieder) Mitglied im Bezirksausschuss, ist nach „langer und reiflicher Überlegung“ aus der FDP ausgetreten, „will aber weiterhin ein politischer Mensch zu bleiben.“ Zusammen mit seinem nun ehemaligen Parteikol­le­­gen Berndt Hirsch will er im Kommunalparlament bis zum Ende der Legislaturperiode eine Frak­tions­­gemeinschaft bilden, „will weiterhin Kante zeigen“.

„Mehr Mut. Mehr Mensch. Mehr FDP.“ Dieser Parteislogan ist für Krönauer nunmehr Vergangen­heit. Bereits mehr als zwölf Jahre gehörte der 44-jährige gelernte Finanzwirt den Liberalen an. Bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 war er Direktkandidat der Freien Demo­kra­ten, wobei er im ersten Anlauf als Nachfolger von Rainer Stinner mit 8,2 Prozent der Zweitstim­men das zweitbeste bayerische Ergebnis für die Liberalen erzielt hatte. Aufmerksamkeit hatte er seinerzeit mit seinen Wahlplakaten erzeugt, auf denen seine private Handynummer aufgedruckt war und er Bürger zum Gespräch mit ihm eingeladen hatte.

Bei den Landtagswahlen im vergangenen Herbst hatte er – hauptberuflich seit fast 20 Jahren in der Konzernsteuerab­tei­lung der Allianz tätig – sich im Stimmkreis Ramers­dorf um einen Sitz im Maximilianeum, da in seinem Wohn-Wahlkreis Bogenhausen (102) FDP-Stadträtin Gabriele Neff nominiert worden war.

„Personelle Querelen“ und „unvereinbare Terminüberschneidungen“ nannte Krönauer auf Nach­frage neben anderen als Gründe für seinen Schritt, den viele ob des Datums für einen Aprilscherz gehalten hatten. Für den zweiten Umstand nannte er ein Beispiel vom März: Tagung des Bezirks­aus­schusses und gleichzeitig Wahlen beim Ortsverband Bogenhausen, bei denen Ex-Bunte-Chef­re­dakteurin Patricia Riekel (69) zur Vorsitzenden gewählt worden war.

Manfred Krönauer, Mitglied im Bezirksausschuss, ist nach „langer und reiflicher Überlegung“ nach zwölf Jahren aus der FDP ausgetreten. Foto: FDP München-Ost / Archiv

Alexander MihatschManfred Krönauer: Austritt aus der FDP