Nordosten: Was die Bürger sich vorstellen

4. Mai 2019

Mitte März fanden an zwei Tagen in der Ruth-Drexel-Grundschule im Prinz-Eugen-Park Dialogver­anstaltungen zum „Ideenwettbewerb für die Bebauung im Münchner Nordosten“ – konkreter: zur geplanten Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) – statt. Mehr als 200 Bürger und Grund­stückseigentümer hatten Wünsche geäußert, hatten massenweise Ideen und Hinweise zu Siedlung, Nutzung, Grünraum oder Verkehr genannt. Die vom Unternehmen Dragomir Stadtplanung zusam­mengefassten, nunmehr vorliegenden Ergebnisse sind, so das Planungsreferat, „Grundlage für einen EU-weiten Ideenwettbewerb“. Nachfolgend Beispiele aus den fast 1000 Nennungen.

Zum Stichwort SEM: Drohkulisse Enteignungen abbauen • Städtische Flächen zuerst bebauen • Nur städtische Flächen bebauen • Keine SEM, nur Sobon!“ • Keine SEM, viel zu komplex • Keine SEM, zu groß • SEM weg •  Landwirtschaft schützen • Komplett stoppen • Nicht mehr als 10 000 Einwohner  • Rechtlich verbindliche Zusage keine Grundstücke zu enteignen • Grundstückseigen­tümer angemessen entschädigen • Mit SEM 30 000 Einwohner planen • SEM einstellen, Stadt besitzt bereits 150 Hektar • SEM = viele Bewohner = Mischung aus Neuperlach + Hasenbergl • SEM – Chance für eine lebenswerten Stadtteil • Bezahlbarer Wohnraum geht nur mit einer SEM.

Fast 1000 Kärtchen haben die mehr als 200 Besucher der Dialogveranstaltungen zum „Ideenwettbewerb für die Bebauung im Münchner Nordosten“ abgegeben. Foto: hgb

Zum Stichwort Einwohnerzahl: Wieso eine Planung für 30 000 Einwohner, wenn statistisch mit 100 000 Menschen zu rechnen ist? •  Maximal 10 000 Einwohner • Ziel: 100 000 + • Nur Genos­senschaftsbau für höchstens 5000 Einwohner • Keine Ghettos • Maximal 5000 Neubürger • Wieso reden wir über 30 000 Menschen, wenn circa 100 000 bis 2038 zu erwarten sind?

Zum Stichwort Bebauung: Höhenverdichtung auf sieben Stockwerke • Futuristisch bauen •  Keine Hochhäuser •  Kleine Baufelder •  Gut Riem bebauen •  Nur Bereich direkt an der S-Bahn bebauen •  Keine Trabantenstadt, Pferdesport erhalten • Wohnungen nur in Erbpacht vergeben •  Erst den S-Bahntunnel bauen, ein Trog reicht nicht •  Erholungsqualität der Landschaft erhalten •  Keine Be­bauung!

Zum Stichwort Kommunikation: Interessen und Ziele der Eigentümer ernst nehmen • Eigentümer umfassender informieren • Kommunikation des Planungsreferats verbessern.

Angaben zu den Stichworten Verkehr / ÖPNV, Nutzungen, Grundwasser, Freiraum / Grünflächen, bezahlbarer Wohnraum, soziale Brennpunkte, Gewerbe / Einzelhandel / Dienstleistung, altersge­rechte Planung, medizinische Versorgung, Bildung, Freizeit, Landwirtschaft, Hüllgraben, Fuß- und Radwege, Barrierefreiheit sowie sonstige Anmerkungen können Sie über die Internetseite www.muenchen.de/nordosten abrufen.

Alexander MihatschNordosten: Was die Bürger sich vorstellen