Unterflurcontainer: Zusage liegt längst vor

8. Mai 2019

Unter der Bezeichnung >Nachgefragt< begibt sich die SPD-Fraktion im Kommunalparlament seit Neuestem gemäß eigenen Angaben „immer wieder mal auf Spurensuche und versucht zu ergrün­den, was aus ihren Anträgen geworden ist.“ Doch bei >Nachgefragt 3< zu „Unterflurcontainer im Prinz-Eugen-Park“ passt es nicht. Denn da heißt es: „Im April / Mai 2017 wurde vom Bezirksaus­schuss 13 beantragt …“ Indes: Weder in den städtischen Internet-Tiefen noch in den Niederschriften vom April und Mai 2017 ist ein Antrag zu Boxen im Boden zu finden. Ergo: er wurde seinerzeit formal nicht gestellt!

Zum >Nachgefragt 3<-SPD-Antrag: „Im April / Mai 2017 wurde vom Bezirksausschuss beantragt, im Neubaugebiet Prinz-Eugen-Park eine ausreichende Anzahl von Unterflurcontainern für die Wert­stoffsammlung einzuplanen und dabei die Standorte so auszuwählen, dass sie für die Nutzer gut erreichbar sind. Zwischenzeitlich sind bereits einige Bürger in das Neubaugebiet eingezogen. In der Ruth-Drexel-Straße wurde mittlerweile eine oberirdische Wertstoffinsel aufgebaut. Wir gehen optimistisch davon aus, dass es sich lediglich um ein Provisorium zur Zwischennutzung handelt.“

Fraktionssprecherin Karin Vetterle bittet daher um „eine zeitnahe und zuverlässige Information, wann die Unterflurcontainer an welchen Standorten im Prinz-Eugen-Park errichtet werden.“

Wertstoffcontainer an der Ruth-Drexel-Straße: nur ein Provisorium, das gemäß Abfallwirtschaftsbetrieb durch Unterflurcontainer ersetzt wird. Foto: hgb

Der Prinz-Eugen-Park-Internetseite entnehmen wir unter dem Datum 05.12.2018: „Temporäre Wert­stoffcontainer aufgestellt – Ein dringlicher Wunsch der Neubürger konnte jetzt erfüllt werden: An der Ruth-Drexel-Straße wurden Wertstoffcontainer aufgestellt. Ermöglicht wurde dies durch die gute und unkomplizierte Kooperation von Baureferat und dem Baustellenkoordinator des Konsortiums. Später werden diese Behälter durch Unterflurcontainer ersetzt.“

Rückblick: Tagung des Stadtteilgremiums im November 2016 – schriftliche Zusage des Abfallwirt­schaftsbetriebs München (AWM): Im künftigen Wohnquartier Prinz-Eugen-Park an der Cosima­straße werden Unterflurcontainer installiert. „Es ist derzeit vorgesehen, zwei Wertstoffsammelstellen in das Neubaugebiet einzuplanen“, so die damalige Mitteilung.

Motor in dieser Sache war übrigens Robert Brannekämper, Vize-Vorsitzender des Kommunalparla­ments und CSU-Landtagsabgeordneter, der zuvor von der Stadt „ein Konzept für Unterflurcontainer in ganz Bogenhausen gefordert hatte. Doch die Verwaltung hatte lapidar abgelehnt: „Das kann nicht erarbeitet werden.“

Weniger Lärm beim Einwerfen von Glas und ein kaum verschmutztes Umfeld sind die unbestreitba-ren Vorteile von Unterflurcontainer-Anlagen, wie in der Messestadt Riem. Ein vom Bezirksaus-schuss Ende 2016 von der Stadt gefordertes Konzept, wie im Boden versenkte Sammelstellen in ganz Bogenhausen eingeführt werden können, ist inzwischen abgelehnt worden. Foto: hgb

Alexander MihatschUnterflurcontainer: Zusage liegt längst vor