Oderstraße: Abbiegespiegel ist Privatsache

28. Juni 2019

Die Aufstellung eines Abbiegespiegels an der Ecke Weltenburger – / Oderstraße hatte eine Anwoh­nerin beim Bezirksausschuss beantragt. Denn: Biegt man von der Oder- nach links in die Welten­burger Straße ab, sind wegen „parkender Autos die von links kommenden Fahrzeuge kaum oder gar nicht zu sehen“, so die Frau. Es bestehe eine hohe Unfallgefahr beim Abbiegen. Unser Check vor Ort ergab, das dem tatsächlich so ist. Zudem versperren vom Boden aus dicht bewachsene Bäume den Einblick. Doch der Spiegelwunsch kann, zumindest auf städtischem Grund, nicht reali­siert werden.

Der Grund dafür laut Angabe von Polizeihauptkommissar Andreas Kneißl, Verkehrsexperte der Polizeiinspektion 22 Bogenhausen: Aus Haftungsgründen – Verkehrssicherheit und Vereisung im Winter –  werden seit Jahren von der Stadt keine derartigen Spiegel mehr montiert.

Die Lokalpolitiker baten die Bürgerin, sich an den Eigentümer des Areals gegenüber der Einfahrt zu wenden, um dort – auf Privatgrund – einen Spiegel aufstellen zu können. Die Kosten hierfür müssten grundsätzlich selbst getragen werden. Nur in Ausnahmefällen werden die Aufwendungen – laut Protokoll des Untergremiums Verkehr „zwischen 120 und 245 Euro“ – von der Stadt übernom­men. Ob’s zur gewünschten Lösung kommen wird – das bleibt abzuwarten.

An der Ausfahrt Oder- in die Weltenburger Straße sind von links kommende Fahrzeuge wegen parkender Autos und wegen dicht bewachsenen Bäume nur schwer zu erkennen. Der Anwohnerwunsch für einen Spiegel kann nur auf dem Privatgrundstück gegenüber realisiert werden. Foto: hgb

 

Alexander MihatschOderstraße: Abbiegespiegel ist Privatsache