KulturBürgerHaus: Wie wird es aussehen?

13. August 2019

Verschlusssache KulturBürgerhaus (KBH) am Maria-Nindl-Platz im neuen Wohnquartier Prinz-Eu­gen-Park an der Cosimastraße. Antwort des Baureferats zur Nachfrage von unser-bogenhausen.de zu einem Plan, zu einer Skizze oder zu einer Visualisierung: „Im Rahmen der Entwurfsplanung befinden sich die Fassaden des Projekts noch in Bearbeitung. Eine aktuelle Visualisierung können wir Ihnen deshalb derzeit leider nicht zukommen lassen.“ Und das laut Stadt rund drei Jahre vor Eröffnung der offiziell >13er Bürger- und Kulturtreff< bezeichneten Einrichtung. Seltsam: Die Grundrisse für die Raumeinteilungen bereits liegen vor.

Gleichwohl laufen bereits die organisatorischen Vorbereitungen von Sozial- und Kulturreferat für den Betrieb der so genannten „integrierten Einrichtung“ mit Alten- und Service-Zentrum (ASZ), Nachbarschaftstreff, Familienzentrum und für Kulturveranstaltungen, also mit einer flexiblen Nut­zung der Räumlichkeiten. Die integrierte Quartierseinrichtung ist die erste dieser Art in München. Laut einer Vorlage der Behörden für den Beschluss des Stadtrats „erfolgt die Inbetriebnahme / Fertigstellung im Herbst 2022.“ Angesichts des Fakts, dass noch nicht einmal das Baufeld an der Ecke Eugen-Jochum- / Ruth-Drexel-Straße hergerichtet ist, wohl ein Unterfangen. Denn bis dahin bleiben gerade noch 36 Monate.

Der Maria-Nindl-Platz mit dem Bürgerhaus (rotes Oval) bildet das „Herzstück“ für die etwa 4000 Bewohner im Prinz-Eugen-Park. Karte: Planungs-/Baureferat; Foto: hgb

In dem Papier heißt es: „Das notwendige Auswahlverfahren für die Trägerschaft muss bereits jetzt erfolgen.“ Für das KBH suchen die Referate „einen gemeinsamen Träger, der die drei Angebots­profile fachlich gewährleistet. Die Mittel für den Betrieb der drei sozialen Einrichtungen wird das Sozialreferat zu gegebener Zeit an den gemeinsamen Träger als Zuschuss ausreichen.“

Für die Trägerschaft wird im Jahr 2022 mit rund 190 000 Euro Kosten kalkuliert, ab dem Jahr 2023 sind knapp 770 000 Euro angesetzt, wobei angemerkt wird, dass die „genaue Kostenaufstellung erst nach der Trägerschaftsauswahl erfolgen kann“.

Fürs ASZ mit vier Fach- und 1,5 Verwaltungsstellen rechnet man mit Personaufwendungen von rund 350 000 Euro und Sachkosten von 84 000 Euro. Beim Familientreff belaufen sich die Perso­nal- und Honorarkosten auf etwa 136 000 Euro, die Sachkosten liegen bei fast 17 000 Euro. Für den Nachbarschaftstreff sind 42 000 Euro Personal- und rund 18 000 Euro Sachkosten angesetzt. Zu all dem kommen noch Verwaltungskosten von etwa 55 000 Euro dazu. Unter „Betriebskosten von 15 000 Euro“ ist vermerkt: „Diese beinhalten auch die Bereitstellung und den Betrieb der 15 Tiefgaragenplätze.“

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Vor kurzem wurde der Vorstand für den „13er KulturBürgerHaus Trägerverein e.V.“ – als Vorsitzen­de agierte bislang Bezirksausschuss-Chefin Angelika Pilz-Strasser – bestimmt. Als fünf Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands wurden gleichberechtigt (also ohne spezifische Aufgabenzu­weisung) gewählt: Manuela Lehmann, Vincent Kraupner, Christine Kalkhof, Felicitas Mus­senbrock und Salim Boutuieb-Grosch. Beiräte sind Winfried Eckert, Roland Krack und Markus Markus. Drei weitere Beiräte werden aus den Reihen des Bezirksausschusses werden in der Sitzung am 10. September bestimmt.

Auf diesem Grundstück an der Ecke Eugen-Jochum- / Ruth-Drexel-Straße wird das KulturBürgerHaus mit dem Maria-Nindl-Platz im Prinz-Eugen-Park gebaut. Die geplante Fertigstellung Herbst 2022 ist wohl mehr als fraglich. Bislang gibt es von der Einrichtung lediglich dass eingeklinkte Modellbild. Vorlage: Baureferat / Foto: hgb

Alexander MihatschKulturBürgerHaus: Wie wird es aussehen?