Odinpark: Stadteinwärts ein Wartehäuschen

18. Oktober 2019

Endlich – gerade noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch! Das Baureferat gestaltet die beiden Bushaltestellen Odinpark in mehreren Bauphasen barrierefrei um, errichtet stadteinwärts ein Wartehäuschen und saniert die Fahrbahnen. Auf der gegenüberliegenden Haltekante gibt’s eine Sitzbank. Bis Ende November 2019 verbleibt dann in der Effnerstraße nur eine Fahrspur je Fahrtrichtung.

Die Odinstraße ist zeitweise nach Osten hin, also Richtung Klinikum Bogenhausen, eine Einbahn­straße. Zwar wird’s mit Sicherheit während der siebenwöchigen Arbeiten zu vielen Rückstaus auf der Effnerstraße kommen, dennoch gilt: Geht doch! Revue der Daten:

Im November 2005 war das alte Gebäude des bis dahin an den öffentlichen Nahverkehr ange­schlossenen Seniorenhauses wegen Baufälligkeit dicht gemacht und später abgerissen worden. Nach heftigsten Protesten und langem Hin und Her war auf halber Grundstücksfläche ein 28 Millio­nen Euro teurer Neubau errichtet worden. Die andere Hälfte war zur Finanzierung der neuen Ein­richtung verkauft und dann darauf Wohnbauten erstellt worden.

Im Juli 2012, also vor mehr als sieben Jahren, wurde das Haus für Senioren der MünchenStift an der Effnerstraße eröffnet. In der Folgezeit wurde nach harschen Einwänden und intensivsten Bemühungen von Bürgern und Politikern die Einrichtung im Dezember 2013 per Bus an den Öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Doch zu Wartehäuschen hatte es nicht gereicht. Die Menschen, vor allem ältere Mitbürger, müssen bis dato ungeschützt vor Sonne, Wind, Regen und Schnee auf den Bus warten. Gerade mal eine Bank mit fünf Sitzgelegenheiten wurde auf den vielfachen Wunsch nach einem Unterstand später stadtauswärts installiert.

Die Bushaltestelle Odinpark an der Effnerstraße stadtauswärts: Hier bleibt’s bei einer Sitzbank, an der gegenüberliegenden Stelle, stadteinwärts, wird ein Wartehäuschen installiert. Einschließlich Fahrbahnsanierungen dauern die Arbeiten bis Ende November. Foto: hgb

Grundlage für die lang ersehnte Wartehalle ist der vom Stadtrat im Februar 2014 getroffene Beschluss, alle Bushaltestellen barrierefrei ausbauen zu lassen. Im Rahmen dieses Programms werden die Haltekanten an den Stopps Odinpark für die Linie 187 „bearbeitet“. Laut Baureferat werden gemäß der Vorgaben der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für den Betrieb mit Gelenkbussen mit einer Länge von 18 Metern besagte Kanten entsprechend ausgebaut.

Eine von Anwohnern mehrfach beantragte Verschiebung der Haltestelle Odinpark stadteinwärts war überprüft und verworfen worden, da mehrere Bäume hätten gefällt werden müssen. Zudem wären Parkplätze entfallen. Und schließlich hätten die Senioren vom MünchenStift einen längeren Weg zurücklegen und überdies zwei Ampeln passieren müssen.

Der Bürger hatte argumentiert: „Entgegen des sonst üblichen Standorts von Bushaltestellen ist der Stopp vor der Ampel an der Kreuzung Effner- / Odinstraße eingerichtet und nicht nach der Ampel.“ So komme es beim Anhalten der Busse bei Grün zeigender Ampel immer wieder zu gefährlichen Situationen, da nachfolgende Autos die Spur zum Überholen wechseln – trotz der durchgezogenen weißen Linie auf der Fahrbahn.

Und weiter hatte der Mann angeführt: „Die Haltestelle ist so ungünstig und gefährlich nahe an der Straße gelegen, dass bei Regen die wartenden Fahrgäste Gefahr laufen, von jedem vorbeifahren­den Auto nass gespritzt zu werden, Vor Jahren wurde von der Stadt ein an dieser Stelle befindlicher Gully entfernt, so dass die Haltestelle und teilweise der Gehweg bei stärkerem Regen überflutet ist. Da es zudem kein Wartehäuschen als Unterstand gibt, stehen die Fahrgäste bei Regen auch schon mal auf den Grundstücken der Reihenhäuser unter dem Dach der Hauseingänge.“

Alexander MihatschOdinpark: Stadteinwärts ein Wartehäuschen