Radwege: „Verkehrsicher, nicht komfortabel“

22. Oktober 2019

Mehrere Bürger hatten im Bezirksausschuss den „schlechten Zustand“ von Radwegen in Bogen­hausen beanstandet und von der Stadt eine Sanierung und auch die Verbreiterung gefordert. Unter anderen angeführt wurden die Wege an der Cosimastraße (Norden Johanneskirchener Straße bis Höhe Cosimabad), Westseite Höhe Trambahnhaltestelle Taimerhofstraße und Ostseite zwischen Meistersinger- und Jörg-Hube-Straße. Das Baureferat sicherte jetzt die Sanierung zu, führte dabei auch die Elektrastraße auf – unverständlich, sind die Bahnen dort doch beidseitig bis auf wenige Unebenheiten in Ordnung, gibt es keine „Wurzel-Wellen“.

Die Behörde in ihrer Erklärung: „Die angeführten Radwege befinden sich in einem verkehrssicheren Zustand, sind jedoch auf Grund von Wurzelwachstum bzw. Spartengrabungen nicht komfortabel zu befahren. Die Verbreiterung ist im Bestand nicht möglich, da diese jeweils zu Lasten der vorhanden Gehbahnen bzw. der angrenzenden Baumgräben erfolgen müssten. Beides ist grundsätzlich auszu­schließen. Denn Verbreiterungen erfordern umfangreiche Umprofilierungen und Umverteilungen des Straßenraums.“

Und weiter: „Die für Verbreiterungen erforderlichen Maßnahmen müssen mittelfristig im Rahmen der vom Stadtrat mit dem Beschluss Bürgerbegehren >Radentscheid< beauftragten Prioritätenliste durch das Planungsreferat in Abstimmung mit dem Kreisverwaltungsreferat bewertet werden.“

Die Folge: „Bis entsprechende konkrete Maßnahmen zur Umsetzung anstehen, sind zur Gewähr­leistung der Verkehrssicherheit Sanierungen im Bestand weiterhin erforderlich. Wir werden daher die in den Anträgen genannten Abschnitte der Cosima-, Englschalkinger -, Vollmannstraße, Denninger – und Elektrastraße in den Jahren 2020 und 2021 sanieren. Damit können die Schäden durch Wurzeln und Spartengrabungen beseitigt und der Zustand der Radwege verbessert werden. Zur Verbesserung der Übergänge werden im Zuge der Sanierungen die Bordsteine in den Kreuzungsbereichen ausgebaut bzw. nachbearbeitet.“

Radweg entlang der Elektrastraße in Arabellapark: Beidseitig keine Wellen durch Wurzelwachstum – was soll da saniert werden? Foto: hgb

Alexander MihatschRadwege: „Verkehrsicher, nicht komfortabel“