Hilfe für „Initiative Booklet“: Kompromiss

19. Januar 2020

Im zweiten Anlauf hat es geklappt, die Mitglieder des Bezirksausschusses haben einen Kompro­miss gefunden und diesen beschlossen. Die „Initiative Booklet“, die in einem Bauwagen bei der Asylunterkunft an der Burgauer Straße / Schimmelweg Kunsttherapie-Stunden für Flüchtlingskinder abhält, hatte zum Nachdruck für 30 Exemplare eines Booklets, in dem Sinn und Zweck des Zusam­menschlusses sowie des Unterrichts erläutert werden, 600 Euro Zuschuss beantragt. Auf Vorschlag des parteilosen Lokalpolitikers Manfred Krönauer erhält die Aktion dafür maximal 374 Euro.

Ulrike Knebel, Leiterin der Initiative, bei der fünf ehrenamtlich tätige Personen mitmachen, schilder­te im Untergremium Budget den Stadtteilvertretern: „Die Kinder werden jeden Nachmittag zwei bis drei Stunden betreut. An vorherigen Standort des Wagens an der Unterkunft Max-Proebstl-Straße haben uns Betreuer der Caritas und auch der Hausmeister bestätigt, dass sich das Verhalten der Kinder wesentlich gebessert hat.“ Für die Unterstützung hatte sich Bezirksausschuss-Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser, die die Kunsttherapie seit langem begleitet, stark eingesetzt. Krönauers Urteil – „eine gute Sache“ – schlossen sich die Lokalpolitiker unisono an.

Für ein Konzert am 7. März 2020 beantragte die Kantorei der evangelisch-lutherischen Kirchenge­meinde Immanuel-Nazareth (IN) einen Zuschuss über 2000 Euro. Der Wunsch wurde einstimmig abgelehnt. Denn gemäß der vom Bezirksausschuss Bogenhausen selbst auferlegten Regel, nur alle zwei Jahre eine Förderung zu leisten, kann der nächste Unterstützungsantrag erst Anfang 2022 gestellt werden. Schon bei der November-Tagung hatten die Lokalpolitiker eine Ausnahme gemacht, 1500 Euro für ein Konzert am 7. Dezember bewilligt, in dem sie die Veranstaltung auf 2020 vordatiert hatten.

Der bei der Einwohnerversammlung 2019 gestellte Forderung eines Bürgers, sämtliche Ergebnisse von Anträgen vom Vorjahr – die Antragsteller bekommen die Ergebnisse mitgeteilt – vorzutragen, erachtet die Bezirksausschuss-Geschäftsstelle Ost aus Zeitgründen für nicht machbar. Dem schloss sich das Kommunalparlament an. Die Lokalpolitiker regten aber an, die Stadt solle „mehr Transparenz schaffen“, wo die Antworten im Internet nachlesbar sind. Auf Vorschlag von Wolfgang Helbig soll künftig auf der Einladung zur Bürgerversammlung die entsprechende Internet-Adresse angegeben werden.

Das Titelblatt der Broschüre „Initiative Booklet“: Ehrenamtliche halten Kunsttherapie-Stunden für Flüchtlingskinder ab. Foto: hgb

Fabian EwaldHilfe für „Initiative Booklet“: Kompromiss