WHG-Bau: Zufahrt über Freischützstraße

25. September 2020

Für den Neubau des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums (WHG) mit Sporthallen und Freisport­an­­la­gen am Salzsenderweg im Klimapark war im Dezember 2019 der Bebau­ungs­plan im Planungs­ausschuss des Stadtrats verabschiedet worden. Im Mai diesen Jahres hatte der Bezirksausschuss auf Vorschlag des Baureferats beschlossen, die Zufahrt für Baustellenfahrzeuge von der Frei­schütz­stra­ße (Nord-Variante) aus zu führen. Und jetzt? Jetzt präsentierte die Grünen-Fraktion im Kommunal­parlament einen Antrag, den Zugang durch die Sackgasse Fideliostraße (Süd-Varian­te) zu führen. Fazit: Abgelehnt mit 21 gegen elf Stimmen der Grünen.

Die Grünen meinen, dass die Zufahrt über die Freischützstraße auf Höhe Hausnummer 53 „die Gesamtsituation für Bus­se, Autos, Radfahrer und Fußgänger bei täglich bis zu zusätzlich 60 Last­wa­genfahrten verkompliziert.“ Man befürchtet Verkehrsbehinderungen („für Busse“ und „morgens Rückstau bis zur Johanneskirchner Straße“) wegen der auf einem „schma­len Parkstreifen warten­den Baufahrzeuge unmittelbar vor der Haltstelle der Linie 154“. Zudem würden querende Fußgän­ger („ohne Zebrastreifen“) gefährdet, für Linksabbieger aus dem Lidl-Parkplatz entstünde eine „problematische Situation“.

Bei der Zufahrt über die Fideliostraße könnte man, so die Grünen-Argumente, eine „Lkw-Warte­zo­ne in einer Sackgasse ohne fließenden Verkehr“ einrichten und man könnte per „Bauzaun die Querung von Fußgängern und Radfahrern verhindern“. Für deren Schutz sollten zwei Ampeln in­stal­liert werden, die von „Security-Beauftragten“ bedient werden, die die Signalanlagen bei Ein- und Ausfahrten von Lastwagen auf Grün stellen, derweil für Fußgänger und Radler Rot angezeigt wird.

Jens Luther, CSU-Stadtrat, stellte klar: „Baureferat und Polizei plädieren für die Variante Frei­schütz­­straße. Die Zufahrt über die Fideliostraße ist eine schlechte Lösung – die Polizei erachtet sie für zu gefährlich, auch wegen der Kinder, die vom und zum Spiel- und Begegnungszentrum (SBZ) unterwegs sind.“ Und die Feuerwehr könnte im Fall des Falles in der Sackgasse Durchfahrtspro­ble­me bekommen. Sowohl SPD-Mann Marko Poggenpohl („Frei­schütz­­straße ist die bessere Lösung“) als auch Christiane Hacker („Kinder gehen allein ins SBZ“) unterstützten Luthers Ansichten.

Über diesen Weg auf Höhe Hausnummer 53 der Freischützstraße (gepunktete rote Linie) wird demnächst die Baustelle für das neue Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium am Salzsenderweg erschlossen. Foto: hgb / Karte: Grünen-Antrag

Grünen-Sprecherin Petra Cockrell verteidigte ihren Antrag, gab zudem zu bedenken, dass künftig wegen des Ausbaus vom Föhringer Ring mehr Verkehr durch die Freischützstraße fließen dürfte, räumte aber ein: „Für die WHG-Zufahrt gibt es keine Ideallösung.“

Fabian EwaldWHG-Bau: Zufahrt über Freischützstraße