Arabellahaus: Abriss erst 2030 statt 2026

09. Februar 2021

Arabellahaus: Abriss erst 2030 statt 2026

Die Bayerische Hausbau hat beschlossen, das Arabellahaus bis 2030 weiter zu nutzen. Die Mieter können dort somit vier Jahre länger als angenommen wohnen bleiben. Pressesprecher Christian Huber erklärte: „Ursprünglich sollte der Abriss 2026 erfolgen. Neue Erkenntnisse über eine Sanierungsmethode der Balkonbrüstungen eröffnen nun die Möglichkeit, das Arabellahaus bis 2030 weiter zu betreiben. Die Hausbau hat sich entschieden, diese Möglichkeit zu nutzen.“

Laut Huber kam 2014 ein neues Material für Betonbauteile zum Einsatz, wie es zuvor noch nicht in vergleichbarer Art und Weise eingesetzt wurde. „Aktuelle Gutachten haben jetzt gezeigt, dass die Haltbarkeit der Methode länger ist, als noch zur Mieterveranstaltung 2018 angenommen und das Arabellahaus somit noch bis 2030 genutzt werden kann, ohne dass es zu Einschränkungen der Wohn- und Lebensqualität für die Nutzer und Bewohner des Hauses kommt“, erläuterte Christian Balletshofer, Geschäftsführer der Hausbau.

Der 23-stöckige Arabella-Wolkenkratzer – 153 Meter lang, 75 Meter hoch, 20 Meter breit – wurde 1969 eingeweiht. Der Abriss wurde jetzt auf das Jahr 2030 verschoben.     Foto: hgb

Um den Betrieb bis 2030 zu gewährleisten, werde das Unternehmen weiterhin regelmäßig Wartungen, Instandsetzungen und Reparaturen durchführen. Die Fassaden werden zwei Mal jährlich von Fassadenkletterern überprüft und auch zwischen den Überprüfungen genauestens beobachtet. „Natürlich werden wir alle erforderlichen Maßnahmen umsetzen, um die Bewohnbarkeit und Nutzbarkeit des Arabellahauses weiterhin sicherzustellen“, so Balletshofer. „Für die Mieter ist die Nutzungsverlängerung, die wir in den vergangenen Monaten intensiv geprüft haben, eine gute Nachricht.“

Gleichwohl: Das Arabellahaus wird trotz aller Maßnahmen 2030 nach mehr als 60 Betriebsjahren das Ende seines Lebenszyklus erreichen. Mittelfristig wird das Arabellahaus daher abgerissen und neu gebaut werden.

 

Fabian EwaldArabellahaus: Abriss erst 2030 statt 2026