Gegen die Stimmen der Grünen wurde Ende Januar ein Antrag der CSU-Fraktion im Bezirksausschuss verabschiedet: „Das Kommunalreferat wird angehalten, die Firma Remondis zu ihrer vertraglich festgelegten Pflicht aufzufordern, ihre Wertstofftonnen zu reinigen. Das Unternehmen kommt dieser Pflicht trotz gegenteiliger Beteuerung nicht nach – im Gegensatz zur Firma Wittmann, deren Tonnen an den gleichen Stellen immer signifikant sauberer sind.“ Zum Beleg der Initiative wurde stellvertretend für viele Standorte ein Bild der Tonnen an der Scheinerstraße angefügt. Jetzt liegt die Antwort der Behörde vor.
Zur Begründung des Antrags wurde erklärt: „Trotz vertraglicher Verpflichtung werden die Wertstofftonnen der Firma Remondis offenbar nicht regelmäßig gereinigt. Dies steht im Gegensatz zu den zugesicherten Reinigungsintervallen und führt zu den deutlich sichtbaren Verschmutzungen im öffentlichen Raum. Ein Vergleich mit den an denselben Standorten aufgestellten Tonnen der Firma Widmann zeigt, dass dort eine regelmäßige Reinigung erfolgt und die Tonnen in deutlich besseren Zustand sind.“
Und weiter: „Eine konsequente Einhaltung der Reinigungsverpflichtung ist nicht nur aus hygienischen Gründen, sondern auch im Interesse eines gepflegten Stadtbilds erforderlich. Das Kommunalreferat wird daher aufgefordert, die Firma Remondis zur umgehenden Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten anzuhalten und die Einhaltung künftig regelmäßig zu überprüfen.“
Dazu erklärte jetzt Inken Wuttke, stellvertretende Leiterin des Kommunalreferats: „Um eine schnelle Lösung herbeizuführen, wurde die Betreiberfirma Remondis durch den Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) gebeten, die Wertstoffcontainer im Stadtbezirk 13 vorrangig zu reinigen.
Grundsätzlich werden im Stadtgebiet sämtliche Container einmal jährlich gereinigt. Die Reinigung erfolgt am jeweiligen Standplatz selbst. Hierfür werden nur entsprechend zugelassene ökologische Reinigungsmittel verwendet, da andernfalls die Umwelt zu stark belastet werden würde.
Auf Nachfrage teilte die Betreiberfirma Remondis mit, dass es 2025 bei der von ihnen beauftragten Fachfirma zu massiven Personalproblemen gekommen sei, weshalb die Reinigung nur in Teilen funktionierte. Als kurzfristige Lösung wurden daher stark verschmutzte Behälter an mehreren Standplätzen gegen saubere, neue Behälter ausgetauscht. Für 2026 wurde die Behälterreinigung bereits beauftragt.“

Total verdreckt: So sehen vielfach die Behälter für Altglas der Firma Remondis an Wertstoffinseln in Bogenhausen, wie beispielsweise an der Oberonstraße, aus – im Gegensatz zu den Wittmann-Kunststoffboxen. Die Boxen sollen nunmehr „vorrangig gereinigt“ werden. Foto: hgb
