Die Vollsperrung des Föhringer Rings – laut Ausschilderung noch bis Mittwoch, 22. Juli – besorgt einen Anlieger der Rudliebstraße, weil Autofahrer das Wohngebiet immer öfters als Ausweichstrecke nutzen. Die Einfahrt in die Grosjeanstraße aus Richtung Englschalkinger Straße ist inzwischen gesperrt. Gleichwohl: Diese Maßnahme ist unverständlich, führt zu keiner Verbesserung der Situation (siehe Text nach dem *).

In seiner Mail schreibt der Mann: „Bereits vor der Sperrung – bei Stau auf dem Mittleren Ring – kam es in der Rudliebstraße und im angrenzenden Wohngebiet regelmäßig zu erheblichen Stauungen. Durch die Föhringer-Ring-Vollsperrung ignorieren ein Großteil des Berufsverkehrs und die Navigationssysteme die offizielle Umleitung und wählen stattdessen Schleichwege über Oberföhring.“

Und weiter: „Die Rudliebstraße ist für dieses enorme Verkehrsaufkommen absolut nicht ausgelegt. Besonders kritisch ist die Situation in der Grosjean- zwischen Oberföhringer – und Effnerstraße (Ampel), da das dortige Parkplatzaufkommen die Straße zusätzlich verengt. Es droht ein vollständiger Verkehrsstillstand der dazu führt, dass wir Anwohner nicht mehr von unseren Grundstücken ausfahren können und auch Rettungswege blockiert werden.“

Die Forderung des Anliegers: Die Verkehrssituation vor Ort muss aktiv überwacht und zeitnah Schutzmaßnahmen für das Wohngebiet umgesetzt werden: ► Einrichtung einer temporären Anlieger-frei-Regelung für die Grosjean- und die angrenzenden Wohnstraßen und ► gezielte Kontrollen des Durchgangsverkehrs durch die Polizei.

Laut Polizei gibt es eine „starke Belastung im Berufsverkehr“. Insbesondere große Fahrzeuge würden schnell die ganze Straße blockieren. Auf Anraten der Polizeiinspektion 22 wurde bereits eine temporäre >unechte“< Einbahnstraße eingerichtet, die für die Dauer der Vollsperrung des Föhringer Rings bestehen bleiben soll.

Der einstimmige Beschluss des Bezirksausschusses: Weiterleitung an das Mobilitätsreferat mit der Bitte um Prüfung, ob die Grosjean- als Umgehungsstraße aus den Navigationsgeräten herausgenommen werden kann. Der Bezirksausschuss fordert zudem die Einrichtung eines Durchfahrverbots für den Schwerlastverkehr > 3,5 t und regt eine sechsmonatige Verlängerung der temporär eingerichteten unechten Einbahnstraße im Zuge eines Verkehrsversuchs an.

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Die Einfahrt in die Grosjeanstraße aus Richtung Englschalkinger Straße – nur von sehr wenigen Autofahrern, meist Bewohnern aus der Umgebung genutzt – ist inzwischen temporär gesperrt. Gleichwohl: Diese Maßnahme ist unverständlich, führt zu keiner Verbesserung der Situation.

An der Grenze zwischen Ober- und Unterföhring gibt es auf Höhe vom Sport Scheck zwei Routen, um in Richtung Isarring-Rampe, Effner-, Herkomerplatz und Altbogenhausen zu gelangen.

Über die Effnerstraße: Im Berufsverkehr biegt selten ein Autofahrer in die Lohengrinstraße, Wahnfriedallee, Odin-, Mahir- oder Grosjeanstraße ab, um schneller voranzukommen.

Über die Oberföhringer Straße: Um so nah wie möglich an die Isarring-Rampe / Effnerplatz zu gelangen, biegen viele Verkehrsteilnehmer in die Grosjeanstraße ab, um dann in die Effnerstraße „einzufädeln“.

► Ergo: Der Verkehr, der zu Belastungen in der Grosjean- / Rudliebstraße führt, kommt von der Oberföhringer-, nicht von der Englschalkinger Straße. Ob das wirksam geändert werden kann? Fraglich!

Durch die Vollsperrung des Föhringer Rings – laut Ausschilderung noch bis Mittwoch, 22. Juli – kommt es in der Grosjeanstraße laut Polizei und Anliegern zu starken Belastungen im Berufsverkehr. Die Einfahrt aus Richtung Englschalkinger Straße ist inzwischen gesperrt. Unverständlich! Foto: hgb