Rund 200 000 Euro für 2025 stehen laut Direktorium / Stadtbezirksbudget dem Bogenhauser Bezirksausschuss zur Förderung von Vereinen und Organisation im Stadtbezirk zur Verfügung. Florian Ring (CSU), Bezirksausschuss-Vorsitzender, erklärte bei der November-Tagung des Untergremiums Budget: „Wir haben noch mehr als 80 000 Euro. Ich habe Angst, dass unser Etat im Januar weg ist.“ Hintergrund ist die Finanzlage der Stadt. Die Anträge:
• Förderverein der Fritz-Lutz-Grundschule (FFLG) e. V. – Schulprojektwoche zum Thema Zirkus vom 7. bis 10. Juli 2026 – 3700 Euro: Anna Julius, Vorsitzende des Fördervereins, stellte das Projekt vor und erklärte erfreut im Untergremium Budget und Satzung des Bezirksausschusses, dass man durch verschiedene Aktionen 2000 Euro erwirtschaftet hat. Folglich wurden noch 1700 Euro benötigt. Diesen Betrag bewilligten die Lokalpolitiker einstimmig. Der Förderverein wurde 2012 von Eltern und Lehrern gegründet. Seine Gemeinnützigkeit garantiert, dass alle Mittel des Vereins unmittelbar und ausschließlich der Grundschule zugutekommen.
• Faschingsgesellschaft Feringa München-Johanneskirchen e. V. – Faschingszug (Gaudiwurm) am 15. Februar 2026 – 5045 Euro: Fast schon Tradition: kurz und bündig bewilligten die Stadtteilvertreter die gewünschte Unterstützung. Vormerken: Der Gaudiwurm durch Oberföhring findet am 15. Februar 2026 statt. Zuvor, am 15. November, wird das Prinzenpaar vorgestellt. In der Führung der Gesellschaft stehen große Veränderungen bevor: Mehrere Vorstandsmitglieder wollen bei den Neuwahlen 2026 nicht mehr weitermachen, Beratungen für die neu Vereinsführung laufen.
• Zwei Sitzbänke zwischen der Silvanastraße und der Bushaltestelle Freischütz- / Ecke Johanneskirchner Straße, maximale Kosten 6000 Euro mit Montage, aber ohne Unterhalt – Der Hintergrund: Um von der Silvana- / Preziosastraße zum Bus, zur S-Bahn und zu Einkaufsmöglichkeiten zu kommen, muss man ungefähr 900 Meter zu Fuß gehen. Da viele Ältere nicht mehr so gut zu Fuß sind, wären zwei Bänke in Abständen von etwa 300 Meter sinnvoll, damit man sich ausruhen kann.
Basierend auf einem entsprechenden Bürgerwunsch stellte die CSU-Fraktion einen Antrag, in dem es heißt: Die Sinnhaftigkeit des Bürgerantrags ist unstrittig. Zwecks rascher Umsetzung erklärt sich der Bezirksausschuss bereit, notfalls die Maßnahme als Bestellung einer städtischen Leistung durch den Bezirksausschuss zu beantragen. Denn aufgrund der angespannten Haushaltslage ist davon auszugehen, dass die geforderten Parkbänke nicht so bald aus dem städtischen Budget finanziert werden können.
• Die Urbanauten / Isarlust e.V. – Klavieraktion „Spiel mich“ – Geplante vierwöchige Aktionen im März oder Oktober – 3250 Euro: Ob Erwachsener oder Kind, ob Amateur oder Profi, ob vor oder ohne Publikum – jeder kann bei der Klavieraktion an öffentlichen Plätzen in München in die Tasten greifen – und zwar auf meist bunt verzierten, älteren gespendeten Pianos, die nach der Aktion entsorgt werden. „Klavierpaten“, so Organisator Benjamin David, „decken die Klaviere ab und versperren sie ab 20 Uhr, so dass kein Missbrauch möglich ist. Idealer Standort wäre – wie schon einmal in der Vergangenheit – beim Friedensengel, weil dort keine Anwohner gestört werden.“ Zuschuss bewilligt mit 14 gegen elf Stimmen.
• Kulturlust e. V. / Ciné Vélo Cité – Fahrradkino & Filmworkshop im Nordosten im September – 2825 Euro (Begründung für den Ablehnungsbescheid) Wegen einer verwaltungstechnischen Panne bezüglich zu klärender Fragen musste der Antrag erneut behandelt werden. Ring sagte, „das Konzept überzeugt nicht, die Kosten sind nicht gerechtfertigt.“ Da sah die Mehrheit der Lokalpolitiker aber anders – mit 16 gegen neun Stimmen wurde die Förderung bewilligt.
• Elternbeirat der Regina-Ullman-Grundschule – Intensiver Erste-Hilfe-Kurs vom 26. bis 28. Januar 2026 – 2800 Euro: Da es sich um reine Sachkosten – keine Personalkosten – handelt, sahen die Stadtteilvertreter kein Problem. Betrag einhellig genehmigt.
• Initiative „Dreck“- Theaterproduktion nach dem Stück von Robert Schneider vom 1. Dezember 2025 bis Juli 2026 – 14481 Euro: Angesichts von Unklarheiten und des „happigen Betrags“ wurde das Ansinnen in die kommende Tagung des Untergremiums Budget vertagt. Die Organisatoren sollen dabei das Projekt vorstellen.

„Tigerklavier“ an der Thalkirchner Brücke, gestaltet von Antonia und Peter Mertens. Pressefoto: Vipasana Roy / Isarlust e.V.)
