Februar 2025: Neubau Pavillon mit zwei Lernhäusern und Mensa zur Sicherung der Grundschul- und Ganztagesversorgung, Knappertsbuschstraße 43“ – dieses Projekt hatten Vertreterinnen und Vertreter des Baureferats und des Referats für Bildung und Sport (RBS) den Mitgliedern des Untergremiums Bildung im Bezirksausschuss vorgestellt.
Der Bau, eine sogenannte Mobile Raumeinheit (MRE), Ausmaße etwa 35 mal 35 Meter, soll auf etwa der Hälfte der bestehenden Sportrasenflächen realisiert werden. Kurzum: Zusätzlicher Raum für acht Klassen, aber weit weniger Patz für den Schulsport im Freien. Das führte vor mehr als einem halben Jahr zu kritischen Anmerkungen und Fragen der Lokalpolitiker.
November 2025: Jetzt muss es zum Vorhaben besser heißen „sollte“. Verklausulierte RBS-Vorlage, wiederum im Untergremium Bildung: „Bildungsbauoffensive – Maßnahmenbeschluss 2025 – Ergebnisse gemäß Auftrag aus dem Beschluss zum Interfraktionellen Arbeitskreis Schul- und Kita-Bau und zur investiven Konsolidierung im Bildungsbau – Beschlussentwurf; Anhörung des Referats für Bildung und Sport.“ Kernpunkt: Die voraussichtliche „temporäre“ Entnahme des Projekts aus dem Mehrjahresinvestitionsprogramm (MIP). Also mal wieder kein Geld (mehr) da!
Die enttäuschten Lokalpolitiker störte die Angabe „temporäre“ Entnahme der Pavillons. Solange sich nämlich die künftigen Bedarfe – auch angesichts der Situation in den Grundschulen an der Ostpreußenstraße und an der Fritz-Lutz-Straße – nicht ändern, sollte ihrer Meinung nach an der Errichtung der Pavillons festgehalten werden.
Die Stadtteilvertreter lehnten die Vorlage einstimmig ab, denn „im Sommer 2025 betonte das RBS noch die Notwendigkeit der Maßnahme für die zukünftige Sicherstellung der Schulinfrastruktur im Stadtbezirk“. Der Bezirksausschuss bittet daher um eine Stellungnahme des Referats zu:
• Aus welchen Gründen soll der Pavillon an der Knappertsbuschstraße entnommen werden?
• Mit welchem zeitlichen Rahmen plant das RBS bei einer „temporären Entnahme“?
• Wird der Bedarf automatisch erneut evaluiert sobald neue Zahlen vorliegen?
• Wann ist mit einer neuen Prognose der Schülerzahlen zu rechnen?
• Mit welchen Konsequenzen ist für weitere, bereits angedachte Schulbauprojekte im Stadtbezirk durch diese Konsolidierungsmaßnahmen zu rechnen?

