Baustelle Bogenhausen! Eines von vielen Projekten gemäß Februar-Tagesordnung im Bezirkssau-schuss: „Oberföhringer Straße 21 – OF21 – Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage.“ Indes: Die Mitglieder des Kommunalparlaments lehnten das Vorhaben einstimmig ab. Begründung: „Die Kubatur ist stark überzogen. Der herangezogene Vergleichsfall ist nicht einschlägig und somit nach Ansicht des Bezirksausschusses nicht geeignet.“

Laut Internet-Angaben soll ein „exklusives Wohnensemble in Holz-Hybridbauweise mit elf Wohnungen, rund 2000 Quadratmeter Wohnfläche, entstehen – nachhaltig, mit flexibel gedachten Grundrissen und einem hohen Anspruch an Anspruch an Wohnqualität, Materialität und Funktion.“

Oberföhringer Straße 21 – da war doch was!

Bereits im Juli 2021 hatten die Lokalpolitiker ein Projekt auf dem seinerzeit angegebenen 2200-Quadratmeter-Grundstück mit zwei Häusern abgeschmettert – Begründung „keine weitere Versiegelung im Landschaftsschutzgebiet (LSG)“.

Robert Brannekämper, CSU- Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Untergremiums Planung in der Stadtteilvertretung, damals klipp und klar: „Mit einer Genehmigung würden wir einen Dominoeffekt auslösen, nächste Woche würde dann der nächste Bauwillige kommen.“

Aktuell bestätigte Bogenhausens Mann im Maximilianeum das Schlagwort „Dominoeffekt“ und erklärte, dass der Bau langfristig aufgrund der Folgewirkungen das „Gesicht der ganzen Oberföhringer Straße negativ verändern würde“ Zudem sie die Kubatur „völlig überzogen“.

Die Grünen wiesen überdies darauf hin, dass eine Abgrabung auf der Rückseite vorgenommen werden soll, die nicht zulässig wäre.

Oberföhringer Straße 21: Das Häuschen heute und vor fünf Jahren (kl. Foto), auf dessen Areal ein Wohnprojekt geplant. Bezirksausschuss die vorgelegten Unterlagen erneut abgelehnt. Fotos: hgb