Es ist eine ungewöhnliche Projektidee: Ein „Planetenweg in der >Grünen Mitte< des Prinz-Eugen-Parks (PEP). Dem hatte der Bezirksausschuss Ende November zugestimmt. Laut Antragssteller wurde das Vorhaben bereits vom PEP-Quartiersrat geprüft und mit einem Budget von 2000 Euro aus dem Quartiersbudget bewilligt. Gleichwohl: Seitens der Stadt gibt es Bedenken.
In dem Ansinnen heißt es „Der Planetenweg ist als dauerhafte Installation von Tafeln oder Objekten geplant, die das Sonnensystem im maßstabsgetreuen Verhältnis darstellen und mit zusätzlichen Informationen über Planeten, Astrophysik und den Kosmos angereichert sind. Die Tafeln können mit QR-Codes versehen werden, die auf eine begleitende Website mit Lerninhalten verweisen.
Ziel ist es, einen öffentlich zugänglichen Lern- und Begegnungsort zu schaffen, der Kindern, Jugendlichen und Familien das Verhältnis der Planeten zueinander näherbringt und zum Entdecken einlädt. Da sich mehrere Schulen in unmittelbarer Nähe befinden, soll das Projekt nach Möglichkeit in Kooperation mit Lehrkräften umgesetzt werden. Die nachhaltige Betreuung des Vorhabens auch über das Projektende hinaus ist durch den Initiator sichergestellt.
Für die Realisierung ist vorgesehen, entlang der Hauptwege in der >Grünen Mitte< kleine Stationen (Tafeln, etwa 40 mal 60 Zentimeter auf rund 100 bis 180 Zentimeter hohen Metallpfosten, gegebenenfalls Kugelobjekte in ähnlicher Größe) aufzustellen. Da sich diese Wege im öffentlichen Grün befinden, ist für die Umsetzung eine Genehmigung des Baureferats / Gartenbau erforderlich.“
Das Statement der Behörde (Auszüge; bearbeitet): Für die Aufstellung von Tafeln und Objekten durch eine private Initiative in einer Grünanlage ist eine Sondernutzungserlaubnis, ausgestellt durch das Kreisverwaltungsreferat (KVR) / die Bezirksinspektion, notwendig. Das Baureferat / Gartenbau wird im Rahmen des Genehmigungsprozess seitens des KVR um gartenbaufachliche Stellungnahme gebeten. Eine Genehmigung durch das Baureferat daher nicht möglich.
Nach erster Prüfung wäre die Einrichtung eines Planetenwegs grundsätzlich denkbar, wenn die Aufstellung, Reinigung und Unterhalt sowie der Erhalt der Verkehrssicherheit der Einbauten durch die private Initiative gewährleistet werden kann.
Die Errichtung eines Planetenwegs könnte aber einen Bezugsfall schaffen, der bei der Vielzahl an Grünanlagen im 13. Stadtbezirk und im gesamtstädtischen Bereich zu weiteren Anfragen für private Installationen führen könnte.
Bei den für einen Planetenweg angedachten Einbauten wie Schilder und Planetenmodelle ist mit einer hohen Anfälligkeit für Vandalismus zu rechnen. Das Baureferat kann daher die Aufstellung in einer öffentlichen Grünanlage nicht empfehlen. Möglicherweise wäre die Installation eines solchen Bildungsangebotes im Außenbereich einer Schule nachhaltig erfolgsversprechender.“ *
In der Stadt gibt es einen Planetenweg: Dieser – 1995 eröffnet – führt 4,5 Kilometer vom Innenhof des Deutschen Museums auf dem Fußweg am östlichen Isarufer zum Tierpark Hellabrunn. Entlang der Stationen von Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun gelangt man zur Station von Pluto am Eingang des Tierparks. Laut Museumsangaben dauert der Spaziergang etwas mehr als eine Stunde.

