Das ist ein absurdes Theater, wir können dem neuen Bezirksausschuss (BA) doch keine Vorgaben machen, welche Ausgaben er tätigen darf“ – mit diesen Aussagen beendete Landtagsabgeordneter und CSU-Fraktionssprecher Robert Brannekämper im Kommunalparlament energisch eine Hin-und-Her-Diskussion. In Folge gab es bei drei Beschlüssen lediglich eine Gegenstimme.
Anlass ist ein Antrag der CSU-Fraktion „Spielgeräte auf den Spielplätzen am Zahnbrecherweg und an der Flensburger Straße erneuern – Erarbeitung von verschiedenen Varianten für die Entscheidung über eine Finanzierung aus dem Budget des Bezirksausschusses.“
In der Vorlage heißt es: Das Baureferat / Gartenbau wird gebeten, für eine Sanierung der Spielplätze am Zahnbrecherweg (Ecke Apenrader Straße) und an der Flensburger Straße (Ecke Syltweg) mit neuen, modernen Spielkombinationen jeweils mehrere Varianten mit verschiedenen Ausstattungen und entsprechend unterschiedlichen finanziellen Volumina zu erarbeiten.
Diese Varianten sind dem BA als Entscheidungsgrundlage für eine Finanzierung als städtische Leistung aus dem Stadtbezirksbudget in der kommenden Amtszeit zeitnah vorzulegen, da das Baureferat die Finanzierung aufgrund der derzeitigen Haushaltslage und Priorisierung abgelehnt hat.
In der Begründung wird angeführt: Der BA hat bereits im Juli 2025 die dringliche Sanierung der genannten Spielplätze beantragt. In den Antwortschreiben vom September 2025 bestätigte das Baureferat ausdrücklich, dass die Ausstattung beider Plätze >nicht mehr zeitgemäß ist und eine Modernisierung wünschenswert wäre<. Dennoch wurde eine Sanierung durch die Stadt mit Verweis auf die Haushaltslage und eine fehlende Priorisierung abgelehnt, da die Verkehrssicherheit aktuell noch gewährleistet sei.
Dieser Zustand ist für die Anwohner und Familien im Viertel unbefriedigend. Zum Spielplatz Zahnbrecherweg: Die Geräte sind erkennbar veraltet, beschmiert und teils beschädigt. Es fehlt an Sonnenschutz und zeitgemäßen Spielanreizen.
Zum Spielplatz Flensburger Straße: Hier fehlen insbesondere Spielmöglichkeiten für kleinere Kinder (zum Beispiel Kombinationen mit Rutschen). Die vorhandenen Tischtennisplatten sind in einem schlechten Zustand.
Da das Baureferat zwar den Bedarf anerkennt, aber keine zentralen Mittel bereitstellt, muss der Bezirksausschuss nun initiativ werden. Um die Aufenthaltsqualität für Kinder im Stadtbezirk sicherzustellen, beabsichtigt der BA die notwendigen Modernisierungen (neue Spielkombinationen und Tischtennisplatten) als Bestellung einer städtischen Leistung aus seinem Budget zu finanzieren. Als Entscheidungsgrundlage für eine Beschlussfassung in der kommenden Amtszeit sollen deshalb verschiedene Varianten mit einem unterschiedlichen Kostenumfang erarbeitet werden.
Die Erörterung des Antrags verlief kontrovers, bevor Brannekämper – wie eingangs erläutert –einen Punkt gemacht hatte. Zuvor hatte Karin Vetterle, SPD-Sprecherin erklärt: „Ich sehe den Bezirksausschuss nicht in der Verpflichtung, dies zu leisten.“ Petra Cockrell, Grünen-Sprecherin, wollte vertagen und einen Ortstermin mit den Fachleuten vom Gartenbau, forderte: Zuerst müssen die Ameisen weg.“ Der „sofortigen Ameisenbekämpfung, wir hatten einen milden Winter“ schloss sich Christiane Hacker (SPD) an. Den vorgeschlagenen Ortstermin konterte Brannekämper: „Wir sollten nicht auf einen Ortstermin warten, sondern die Sache sofort anschieben.“ Und Cockrell verlangte „einen Kostendeckel von maximal 30 000 Euro pro Platz.“
Das Fazit: Vertagung abgelehnt, Ameisenbekämpfung umgehend einleiten, kein Kostendeckel, Modernisierungsvorschläge abwarten und dann entscheiden.


