Bei diesem Antrag waren sich alle Mitglieder des Bogenhauser Kommunalparlaments einig: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) soll auf der Buslinie 59 ausschließlich Gelenkbusse oder Buszüge einzusetzen. Diese Forderung schließt auch Sonntage mit ein. Die Antwort der Stadtwerke München (SWM), Ressort Mobilität: „Die Kapazität der eingesetzten Busse (Normalbus) ist ausreichend, die Mehrkosten wären zu hoch.“

In der Begründung der Initiative war ausgeführt worden: „Die Buslinie 59 ist eine wichtige Tangentialverbindung, die viele zentrale ÖPNV-Knotenpunkte wie die Haltestellen Giesing Bahnhof, Karl-Preis-Platz, Einsteinstraße, Richard-Strauss-Straße, Effnerplatz, Dietlindenstraße und Münchner Freiheit verbindet. Die Busse sind dementsprechend gut ausgelastet.“

Denn „Es fällt auf, dass in der letzten Zeit immer wieder einfache Solobusse eingesetzt werden, obwohl es sich bei der Linie 59 um einen MetroBus handelt. Das betrifft insbesondere Sonntage aber regelmäßig auch Werktage in der Hauptverkehrszeit. Um zu verhindern, dass regelmäßig zahlreiche Fahrgäste stehen müssen, sollten daher auf der Linie 59 in den Haupt- und Normalverkehrszeiten ausschließlich Gelenkbusse oder Buszüge eingesetzt werden. Dies soll auch für Sonntage gelten, da gerade am Wochenende viele Familien (auch mit Kinderwagen) die Linie für Freizeitausflüge nutzen.

Gelenkbusse sind in München Standard – vor allem auf stark frequentierten Linien. Der Bogenhauser Bezirksausschuss forderte jetzt für die Linie 59 ausschließlich Gelenkbusse einzusetzen.   Pressefoto: SWM / MVG

Dazu die SWM: „Die Auslastungsdaten auf der Linie 59 vor allem sonntags zeigen, dass die Kapazität der eingesetzten Busse (Normalbus) ausreichend ist. Eine Erhöhung der Kapazität und somit der Einsatz von Gelenkbussen oder gar Buszügen würde zu betrieblichen Mehrkosten führen, die durch die Auslastung aktuell nicht begründbar sind.“

Und weiter: „Die aktuell angespannte Haushaltslage der Stadt bedingt, dass wir mitunseren bestehenden Mitteln sehr sorgfältig umgehen müssen. Angebotsausweitungen sind derzeit leider nicht realisierbar. Es können aktuell lediglich dringend notwendige Ersterschließungen von Neubaugebieten sowie die Anbindung von weiterführenden Schulen sichergestellt werden, für die bereits an anderen Stellen Angebotseinschränkungen notwendig sind.“