Antrag der CSU-Fraktion im Bezirksausschuss: Die zuständigen Stellen der Stadt sollen überprüfen ob die geplante, tiefergelegte Ausbauvariante des viergleisigen Bahnausbaus zwischen Zamdorf und Johanneskirchen in Zukunft als ziviler Schutzraum genutzt werden könnte.

In der Begründung argumentiert Robert Brannekämper, CSU-Landtagsabgeordneter und Fraktionssprecher: „Seit der politischen Zeitenwende durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, gibt es in den Medien immer wieder Berichte, wie die ukrainische Bevölkerung Zuflucht und Schutz im unterirdischen U-Bahnsystem findet.

In der geplanten und möglichen tiefergelegten Variante des viergleisigen Bahnausbaus zwischen Zamdorf und Johanneskirchen könnten im Ernstfall in den jeweiligen Fahrtrichtungen an jeder der drei Haltestellen ein S-Bahn-Vollzug stehen bleiben. Für die Güterzugtrasse gilt auf der ganzen Länge das Gleiche. Die Bahnsteigbereich könnten als Schutzräume dienen.

Am S-Bahnhof Englschalking ist die Verbindung zur U-Bahn vorgesehen. Hierdurch wäre es im Ernstfall grundsätzlich möglich, sich unterirdisch im stadtweiten Bahn-Tunnelsystem zu bewegen. Der Stadtbezirk Bogenhausen hat derzeit rund 95 000 Einwohner; durch den Neubau des Gebiets der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) kommen nach derzeitigen Planungen noch einmal 30 000 Einwohner hinzu. Teil der Prüfung könnten auch finanzielle Fördermöglichkeiten durch staatliche Stellen sein.“

Sollte der geplante viergleisige Ausbau der Bahnstrecke vom und zum Flughafen in einem Tunnel erstellt werden, könnten die S-Bahnstationen – im Bild der jetzige Bahnhof Daglfing – als zivile Schutzräume genutzt werden.   Foto: hgb