Auf dem Geith & Niggl-Gelände – Marienburger – / Englschalkinger – / Memeler Straße – sollen auf rund 4,75 Hektar 472 Wohneinheiten (im ersten Abschnitt) entstehen. Mitte Oktober 2022 hatte der Bezirksausschuss erstmals über das Vorhaben beraten. Ende Dezember 2022 hatte der Stadtrat einen Eckdaten- und Aufstellungsbeschluss gefasst und der Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs zugestimmt. Mitte Dezember 2025 hatte das Kommunalparlament beantragt, dass die Baustellenzufahrt nicht über die Zufahrt Brodersenstraße erfolgen soll. Dazu liegt mit Datum 27. Januar 2026 nun die Antwort vor – mit einem überraschenden Detail.

In einem Schreiben an den Bezirksausschuss-Vorsitzenden Florian Ring (CSU) heißt es (Auszüge; bearbeitet): „Der Antrag wurde dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung zur federführenden Bearbeitung zugeleitet. Zur Bebauung entlang der Marienburger Straße (>Mariengärten< – Bebauungsplan 2183) hat die Lokalbaukommission (LBK) noch keinen Antrag vorliegen.

Die LBK kann Baustellenzufahrten im Baugenehmigungsverfahren nicht festsetzen, insbesondere nicht, wenn die Straßen für den Verkehr mit Lastwagen grundsätzlich geeignet sind. Es ist festzuhalten, dass der Eingang von Bauanträgen abzuwarten ist. Die LBK wird die Antragstellenden im Verfahren auf die Bedenken des Bezirksausschusses hinweisen und eine entsprechende Berücksichtigung empfehlen.“

Gemäß Initiative in der Stadtteilvertretung soll die Baustellenzufahrt ausschließlich über die Englschalkinger Straße erfolgen. Dies gilt auch für die notwendigen Abbrucharbeiten der Gebäude des jetzigen Baustoffhandels. Denn:

Die die Brodersenstraße verfügt nur über eine schmale Gehbahn auf der Nordseite. Sie ist ein stark genutzter Schulweg sowohl zur Ostpreußen- wie auch zur Rudolf-Steiner-Schule. Gleichzeitig führt er zur S-Bahnhaltestelle Englschalking. Der Begegnungsverkehr mit schweren Baustellenfahrzeugen würde die ohnehin engen Platzverhältnisse des Straßenraums weiter verschärfen und das Unfallrisiko deutlich erhöhen. Hinzu kommt, dass sich bei geschlossener Bahnschranke regelmäßig ein erheblicher Rückstau von Autos und Radfahrern bildet. Ein Baustellenverkehr würde diesen Rückstau deutlich vergrößern, den Verkehrsfluss blockieren und die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern weiter beeinträchtigen.

Auf dem rund 4,75 Hektar großen Geith & Niggl-Areal unweit der S-Bahnhaltestelle Englschalking ist ein Wohnquartier mit 472 Wohneinheiten geplant. Bis Ende Januar lag der LBK noch kein Bauantrag vor. Die denkmalgeschützte Villa Niggl soll saniert werden und den künftigen Quartiersplatz prägen.   Archivfoto: hgb