Bei der September-Tagung des Untergremiums Planung im Kommunalparlament waren die Bauherren trotz Ladung unentschuldigt nicht erschienen. Bei der Oktober-Tagung ebenfalls unentschuldigt abwesend. Wird’s was im dritten Anlauf bei der Sitzung der Bogenhauser Planungsfachleute am Donnerstag, 12. November? Zur Sache: Vorstellung des aktuellen Planungsstands Bauprojekt an der Ecke Cosima- / Johanneskirchner Straße – dem „Cosma Eck“.

Um überhaupt an neue Unterlagen – die letzten Pläne sind knapp zwei Jahre alt – zu kommen wird gemäß Beschluss der Lokalpolitiker beim Planungsreferat angefragt, ob die Präsentation der Stadtgestaltungskommission vorliegt und darum gebeten, diese dem Bezirksausschuss bei Verfügbarkeit vorzulegen.

Auf der Brache – seit mehr als acht Jahren gibt es diverse Pläne zur Nutzung – in Johanneskirchen will die deutsche Tochtergesellschaft des türkischen Baukonzerns Tasyapi GmbH 250 Wohnungen mit Lebensmitteleinzelhandel, Bäckerei und Blumenladen bauen. Wohlgemerkt will – „im Moment liegt kein Bauantrag vor“, so Bezirksausschuss-Vorsitzender Samuel Moser.

Robert Brannekämper, CSU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses Planung, erklärte wiederholt: „Der Baukörper ist völlig überdimensioniert, er erinnert an Ost-Berliner, an DDR- Architektur. Der sechseckige Kasten, der Turm, ist doppelt so hoch wie die Gebäude in der Nachbarschaft.“ Gleichwohl sagte er: „Die haben Baurecht, das werden die nicht mehr hergeben.“

Zum Bericht vom 28. Juli hat Architekt Hannes Rössler unser-bogenhausen.de auf Nachfrage „als Erster“ einen Flyer zum Projekt, überschrieben >Cosma Eck, eine Alltagsmitte<, übergeben – in den Briefkasten des Autors eingeworfen. Das >Wumms-Projekts< sieht an der Arealecke einen Hochpunkt vor – sechskantig, ein hexagonaler Turm, je Seite vier Fenster, klobiger Körper, 14 Geschosse, 44 Meter hoch. Von Rössler genehmigte Auszüge und zur kostenlosen Veröffentlichung freigegeben ebenso die lllustrationen:

► Mehr öffentlicher Raum für alle: Ein gemeinsamer Platz, begrünte Arkaden und eine öffentliche Dachterrasse schaffen Aufenthaltsqualität für die Nachbarschaft.

► Ein Ort für jeden Tag: Im Cosma Eck kommen Wohnen, Einkaufen, Freizeit und Begegnung zusammen und machen das tägliche Leben einfacher.

► Ein Ort zum Zusammenkommen: Das Erdgeschoss mit Arkaden gehört der Nachbarschaft. Ein Kaffee auf dem Platz, ein Einkauf auf dem Heimweg, Schatten unter begrünten Arkaden.

Einen sechskantigen Turm, 44 Meter hoch – das sehen die Cosma-Eck-Pläne für die Bebauung des Areals an der Ecke Cosima- / Johanneskirchner Straße vor.  Visualisierung: Hannes Rössler Architekturbüro
 
Der Plan Cosma Eck mit den seitlichen Anbauten.   Visualisierung: Hannes Rössler Architekturbüro / Bearbeitung: hgb