Anfang 2021 wurde das Mobilitätsreferat gegründet. Am 13. Mai 2021 verabschiedete der Bezirksausschuss den Antrag „Anwohnertiefgarage für den Bereich Amberger- / Gebele- / Niedermayerstraße errichten.“ Per Schreiben datiert vom 27. November 2025 wurde bei der Tagung des Kommunalparlaments am 20. Januar 2026 die Antwort der Behörde vorgelegt – also sage und schreibe nach 56 Monaten!

Als möglichen Standort hatte seinerzeit die CSU-Fraktion, die den Antrag gestellt hatte, das Umfeld an der Kreuzung Denninger -/ Delpstraße vorgeschlagen.

Das Referat schreibt jetzt (Auszüge): „Zur Entschärfung des beschriebenen erheblichen Parkdrucks empfiehlt das Mobilitätsreferat nach dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit die Einführung des bewährten Parkraummanagements zur Verbesserung der Parksituation für Anwohner.

Anwohnerparkgaragen, insbesondere solche mit automatischen Parksystemen, sind nicht nur im Hinblick auf die notwendige Investition, sondern auch den späteren Betrieb sehr finanzintensiv, was sich entsprechend auf den späteren Mietpreis auswirkt. Das Parkraummanagement hingegen stellt im Vergleich dazu das mildeste Mittel zur Verbesserung der Stellplatzsituation für Anwohner dar.

Der Neubau von Anwohnergaragen in München gestaltet sich derzeit aus verschiedenen Gründen als äußerst schwierig. Insbesondere aufgrund fehlender Flächen, aber auch infolge des hohen Finanzbedarfs kann den Wünschen hierzu nicht zeitnah nachgekommen werden. Dies gilt insbesondere für innenstadtnahe Flächen als auch für andere Bezirke mit hohem Parkdruck und unabhängig von der Betriebsart. Auch automatisierte Parksysteme sind abgesehen von den erheblich höheren Investitionskosten an eine Reihe von Voraussetzungen gebunden, die immer nur einzelfallspezifisch geprüft werden können.

Über den Beschluss >Mobilitätsstrategie 2035< vom März 2025 wurde das Mobilitätsreferat beauftragt, eine Potentialanalyse zu beauftragen, um mögliche Flächen und Standorte für Quartiers- oder Anwohnergaragen zu identifizieren. Diese würde eine wichtige Grundlage für ein im Antrag gefordertes Programm bieten, kann jedoch derzeit aufgrund der Finanzlage nicht vergeben werden.

Gleichzeitig sind sowohl über Stellplatzablösemittel als auch über andere Budgets für die nächsten Jahre keine ausreichenden Mittel zur Umsetzung neuer Projekte vorhanden. Sobald sich hier die Lage ändert, wird sich das Mobilitätsreferat der Prüfung von Standorten sowie der Umsetzung von Anwohnergaragen auf geeigneten Flächen wieder verstärkt widmen. Der im Antrag vorgeschlagene Bereich um die Amberger- / Gebele- / Niedermayerstraße wird in die Prüfung aufgenommen werden. In Abstimmung mit dem Bezirksausschuss werden zudem Untersuchungen zum Parkdruck sowie zum Stellplatzdefizit im Stadtbezirk durchgeführt und Maßnahmenvorschläge zur Linderung des Parkdrucks unterbreitet.“

Umfeld Amberger- / Gebele- / Niedermayerstraße: In diesem Wohnquartier einen freien Parkplatz zu finden – das ist reiner Zufall.   Foto: hgb