Die Verwaltung der Stadt wird gebeten, die Verkehrssituation in der Rambaldistraße durch den Einsatz einer sogenannten Topo-Box über einen geeigneten Zeitraum zu ermitteln. Die Topo-Box wird als städtische Leistung aus dem Budget des Bezirksausschusses beauftragt. Mit 18 gegen zusammen 13 Stimmen von der CSU und dem Vertreter der Freien Wähler wurde die Initiative abgelehnt. Der Antrag war in der März-Tagung des Stadtteilgremiums vertagt worden, eine Abstimmung war nicht, wie irrtümlich berichtet, erfolgt.

In der Begründung des Antrags war erläutert worden: Anwohner der Rambaldistraße berichten seit längerer Zeit über eine hohe Verkehrsbelastung, insbesondere durch verstärkten Durchgangsverkehr sowie durch Lkw-Verkehr. Die Rambaldistraße ist als Tempo-30-Zone ausgewiesen und wird von zahlreichen Familien mit Kindern bewohnt. Die aktuelle Verkehrssituation wird daher als erhebliche Beeinträchtigung der Wohnqualität und der Verkehrssicherheit wahrgenommen.

Und weiter: Zur objektiven Beurteilung der Situation und als Grundlage für die Prüfung und Fest-legung möglicher weiterer verkehrlicher Maßnahmen (beispielsweise Verkehrsberuhigung, Durchfahrtsbeschränkungen oder Kontrollen) ist eine belastbare Datenerhebung erforderlich. Der Einsatz einer Topo-Box stellt hierfür ein geeignetes und bewährtes Mittel dar.

Grünen-Sprecher Samuel Moser lehnte mit dem Argument „zu wenig Verkehr“ wie auch Karin Vetterle, SPD-Sprecherin, mit dem Argument „dort kann man gefahrlos spazieren gehen“ den Antrag ab. CSU-Stadtrat Jens Luther hingegen plädierte für den Topo-Box-Einsatz, „um die Bürgerbedenken mit Zahlen zu hinterlegen.“

Was ist eine Topo-Box? Mit diesem Messgerät ist es möglich, Verkehrsdaten – Menge, Fahr­zeugart, Lärm, Uhrzeit und auch Geschwindigkeit – zu erfassen, wobei aber nicht „geblitzt“, also kein Bußgeld fällig wird. Das Gerät, ein wenig größer als eine Schuhschachtel, wird am Straßenrand aufgestellt beziehungsweise an einem Schild montiert. Die Daten können über eine Schnittstelle zur Auswertung übertragen werden.

Laut Mobilitätsreferat betragen die Kosten für den Einsatz eines Geräts pro Woche rund 535 Euro. Um für beide Fahrtrichtungen verlässliche Ergebnisse zu erhalten, werden zwei Boxen benötigt, sodass die Gesamtkosten für einen einwöchigen Zeitraum bei knapp 1100 Euro liegen.

Kein Radar-Blitzer, vielmehr eine Topo-Box zur Messung von verschiedenen Verkehrsdaten in Unna.   Foto / Freigabe: RUHR24.de / Bearbeitung: hgb