30. Juni 2019
An der Einmündung der Konitzer- in die parallel zur Denninger Straße verlaufenden, schmalen, etwa 200 Meter langen Fahrbahn, allgemein als >alte< Denninger Straße bezeichnet, wird aus Sicherheitsgründen ein Schild „Achtung! Radfahrer“ installiert. Und das in einer Tempo-30-Zone, wie ein Lokalpolitiker nebenbei erwähnte.
Einzig Berndt M. Hirsch (FDP) lehnte bei der Tagung des Bezirksausschusses die Maßnahme ab: „Ein Schild ist laut Einschätzung der Polizei nicht notwendig, es sind bis heute noch keine Vorkommnisse registriert worden. Wir haben eh schon überall zu viele Schilder, das vergrößert den Schilderwald nur noch mehr.“
In der Tat stellt sich die Frage: Ist eine Tafel an dieser Stelle angebracht? Denn das Verkehrsaufkommen ist verschwindend gering, nur Anwohner fahren und parken dort. Und die Vorfahrt zu beachten, mal nach rechts zu schauen, das kann, das muss (auch) von Radfahrern verlangt werden.
Ausgangspunkt der Erörterung war einmal mehr ein Antrag der ÖDP-Fraktion im Kommunalparlament, überschrieben mit „Mehr Sicherheit und Attraktivität für Radverkehr“. Fraktionssprecherin Nicola Holtmann war von der bei einem Termin vor Ort getroffenen Empfehlung für ein Schild überrascht: „Wir wollten eigentlich die Gleichberechtigung von Auto- und Radfahrern in der Denninger Straße. Davon sind wir aber noch weit entfernt.“
Ein Vorschlag? Fehlanzeige! Ist im Prinzip auch nicht notwendig, denn Platz ist in der >alten< Denninger Straße für Radfahrer reichlich, und, wie erwähnt, kaum Verkehr. Und auf Höhe der des Biotops an der Soldauer Straße mündet ein gegenläufiger Radweg bis zur Ostpreußenstraße.
Beim Ortstermin war sogar erwogen worden, drei „Achtung! Radfahrer“-Schilder zu installieren, und zwar an den Einmündungen Kulmer-, Graudenzer- und Konitzer Straße. Das war selbst dem Verkehrsexperten der Polizeiinspektion 22 Bogenhausen zu viel – ein Schild, an der Konitzer Straße, reiche aus.
