Container-Initiative: RBS verbummelt Antrag


30. Juli 2021

Container-Initiative: RBS verbummelt Antrag

 

Vier Klassen (insgesamt 22) mehr gibt es im kommenden Schuljahr (2021 / 22) in der Ruth-Drexel-Schule (RDS; 15 Klassen) im Prinz-Eugen-Park und in der Grundschule (GS) an der Knappertsbuschstraße (sieben Klassen; ein Sprengel) – und alle können in den vorhandenen Räumen „durch Umstrukturierungen“ untergebracht werden. Noch! Denn ab dem Schuljahr 2022 / 23 werden noch mehr Kinder erwartet. Ein Dringlichkeitsantrag für Container der CSU-Fraktion im Rathaus indes wurde vom Referat für Bildung und Sport (RBS) nicht auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung am vergangenen Mittwoch gesetzt.

Initiator Jens Luther, Mitglied des Bezirksausschusses Bogenhausen, Fabian Ewald, Beatrix Burkhardt und Winfried Kaum fordern den Oberbürgermeister und das Referat für Bildung und Sport (RBS) auf, die nötigen Maßnahmen zu treffen, damit bis zum Start des Schuljahrs 2022 / 23 im September 2022 ein Pavillon für die RDS, eine Außenstelle der GS an der Knappertsbuschstraße, errichtet wird. Geprüft werden soll zudem, ob das durch eine Versetzung von schon vorhandenen und nicht mehr benötigten Containern in näherer Umgebung des Stadtteils erreicht werden kann.

Luther kommentierte die nicht präsentierte Vorlage angesäuert: „Das zeigt, dass die grün-rote Stadtregierung über keine Probleme vor Ort reden will und diese Probleme Lösungsorientiert angehen möchte.“

Die Ruth-Drexel-Grundschule im Prinz-Eugen-Park: Nach ein paar Jahren schon wieder zu klein, Container werden als >Ausweichquartiere“ gefordert. Foto: hgb

In der Begründung der Forderung heißt es:

„Laut Prognose von Anfang Juli des Bildungsausschusses im Stadtrat werden die Schülerzahlen an der GS Knappertsbuschstraße bis zum Schuljahr 2022 / 23 im Vergleich zum Schuljahr 2021 / 22 um mindestens 38 Schüler steigen, was weiteren Klassen entspricht. Die Gesamtzahl der Klassen (24) kann in den zwei Gebäuden somit bereits im Schuljahr 2022 / 23 nicht mehr untergebracht werden.

 

Und weiter: „Die Variante einer >Umsprengelung<, deren entlastender Effekt erst in vier Jahren greifen würde, ist auf Grund des schnellen, massiven Anstiegs der Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2022 /23 somit als Lösung ungeeignet.“

Stichwort Umstrukturierungen in der RDS: Um Wanderschaften von Klassen zu vermeiden, werden der Musik-, der Computer- und ein Mehrzweckraum Zweck entfremdet, werden als Klassenzimmer genutzt. Die Verantwortlichen der Schule, Eltern und Lokalpolitiker haben deshalb eine „Erweiterung“ durch Container verlangt.

Einfach nur traurig, was sich die Stadt bei der Planung des Prinz-Eugen-Parks (wiederholt) leistet. Denn was das Kommunalparlament bereits mehrfach moniert und viele Eltern längst befürchtet hatten, ist nunmehr Fakt: Die nagelneue RDS ist zu klein! Der Bedarf an Schulraum wurde quasi „Pi mal Daumen“ geschätzt. Um den Schulbetrieb vor Ort auf Jahre hinaus zu gewährleisten, bedarf es langfristiger Lösungen. Mit einem oder zwei Containern ist es sicherlich nicht getan.

 

Fabian EwaldContainer-Initiative: RBS verbummelt Antrag