Die Stadt wird gebeten, in Kooperation mit dem Freistaat Bayern in der Effnerstraße (Staatsstraße 2088) stadtauswärts auf Höhe der Zufahrt von der Johanneskirchner Straße eine Topo-Box aufzustellen, die sowohl die Effnerstraße als auch die Abfahrt erfasst. Der Abschnitt an der Effnerstraße ist hier aus Lärmschutzgründen auf 60 km / h beschränkt.“ Diesem Antrag der SPD-Fraktion im Bezirksausschuss stimmten die Stadtteilvertreter in der vergangenen Sitzung einstimmig zu.
Denn: Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird von einer Vielzahl von Pkw- und Motorradfahrern regelmäßig – insbesondere an sonnigen Tagen – ignoriert, so dass die Lärmschutzfunktion keinerlei Wirkung hat, worunter die Anwohner leiden. Aus diesem Grund soll die Topo-Box mit integrierter Lärmmessung Daten ermitteln, die neben der Geschwindigkeit auch den Lärm misst, sofern dies technisch möglich ist (Anm. d. Red.: das ist möglich, siehe letzter Absatz im Bericht!).
Was ist eine Topo-Box? Mit diesem Messgerät ist es möglich, Verkehrsdaten – Menge, Fahrzeugart, Lärm, Uhrzeit und auch Geschwindigkeit – zu erfassen, wobei aber nicht „geblitzt“, also kein Bußgeld fällig wird. Das Gerät, ein wenig größer als eine Schuhschachtel, wird am Straßenrand aufgestellt beziehungsweise an einem Schild montiert. Die Daten können über eine Schnittstelle zur Auswertung übertragen werden.
Topo-Box – da war doch was? Vor zwei Jahren beantwortete das Mobilitätsreferat einen CSU-Antrag zur Aufstellung von Topo-Boxen in der Weltenburger Straße: „Die Kosten für den Einsatz eines Geräts belaufen sich pro Woche aktuell auf rund 535 Euro. Um für beide Fahrtrichtungen verlässliche Geschwindigkeitsmessungen zu erhalten, werden zwei Boxen benötigt, sodass die Gesamtkosten für einen einwöchigen Zeitraum bei rund 1070 Euro liegen.“ Die Aufwendungen muss der Bezirksausschuss aus seinem Etat tragen.

