Die Stadt wird beauftragt, das Schulgelände des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums (WHG) an der Fideliostraße im Dialog mit den Anwohnern zeitnah vollständig und dauerhaft einzuzäunen. Diesen Antrag haben jetzt die CSU-Stadträte Jens Luther (Bogenhausen), Fabian Ewald (Berg am Laim) und Alexandra Gaßmann (Laim) eingereicht.

In der Initiative heißt es: „Ziel der Maßnahme ist es, den ungehinderten Zutritt unbefugter Personen sowie von Tieren, insbesondere von Hunden, zu verhindern und die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts- und Pausenbetriebs nachhaltig zu erhöhen.“

Zur Begründung wird erklärt (Auszüge; bearbeitet): „Die Stadt trägt als Sachaufwandsträgerin eine besondere Verantwortung für die Sicherheit der Jugendlichen an ihren Schulen. Schulgelände müssen so beschaffen sein, dass ein ordnungsgemäßer Unterrichts- und Pausenbetrieb ohne vermeidbare Gefährdungen möglich ist und die Aufsichtspflicht der Schule praktisch erfüllbar bleibt.

Am WHG ist es zu einem Vorfall gekommen, bei dem ein Schüler auf dem Schulgelände von einem Hund gebissen wurde. Dieser Vorfall ist nicht als Einzelfall ohne strukturelle Ursache zu bewerten, sondern bestätigt die zuvor von der Schulleitung geäußerte Sorge, dass das Gelände bislang nicht ausreichend gegen das Eindringen von Hunden und anderen externen Gefahrenquellen gesichert ist. Unter diesen Bedingungen ist es der Schule kaum möglich, einen sicheren Sportunterricht sowie unbeschwerte Pausen zu gewährleisten.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Schulleitung bereits frühzeitig juristische Fragen zu Haftung und Aufsichtspflicht an die Stadtverwaltung gerichtet hat, hierzu jedoch keine belastbaren Antworten erhalten hat. Diese fehlende Klarheit ist für den Schulalltag nicht hinnehmbar und führt dazu, dass Lehrkräfte und Schulleitung mit erheblichen rechtlichen Unsicherheiten belastet werden, obwohl sie ihrer pädagogischen Aufgabe nachkommen sollen.

Eine bauliche Sicherung des Schulgeländes durch eine Umzäunung stellt eine einfache, bewährte und verhältnismäßige Maßnahme dar, um den Zugang zum Schulgelände eindeutig zu regeln, unbefugtes Betreten zu verhindern und vorhersehbare Gefährdungen, wie durch freilaufende Hunde wirksam auszuschließen. Zahlreiche Schulen im Stadtgebiet verfügen bereits über entsprechende Einfriedungen, sodass es sachgerecht und folgerichtig ist, auch am WHG einen vergleichbaren Sicherheitsstandard herzustellen.

Nachdem ein Schüler von einem Hund gebissen worden ist, ist die Leitung des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums (WHG) besorgt. Per Antrag fordert die CSU von der Stadt, das rundum frei zugöängliche Schulgelände einzuzäunen.    Foto: hgb