Per zugestimmten Grünen-Antrag im Bezirksausschuss zu einem Ortstermin der Lokalpolitiker mit Vertretern der Polizei und dem Mobilitätsreferat (MOR) soll versucht werden, eine Lösung zu fin-den, wie „die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer an der Kreuzung Elektrastra-ße / Ecke Rosenkavalierplatz erhöht werden kann.“ Es ist ein selbst für Ortskundige schwer ver-ständlich formulierter Antrag – aber dringend notwendig.

Eingangs der Forderung heißt es: „Eine Möglichkeit wäre die Einfärbung des Radüberwegs über den Rosenkavalierplatz entlang der Elektrastraße von Nord nach Süd.

Darüber hinaus wäre auch die durchgehende Markierung eines Radstreifens am Rosenkavalierplatz entgegen der Einbahn-straße denkbar, damit dort die Radfahrer von Autofahrern besser wahrgenommen werden.

Aktuell ist der Weg über den Rosenkavalierplatz entlang der Elektrastraße per gestrichelter doppelter Linie markiert, ist also ein bevorrechtigter Bereich für querende Verkehrsteilnehmer (Radfahrer / Fußgänger) auf den Autofahrer besonders achten müssen“. • Fakt-Check:

Stimmt.

In der Begründung (Auszüge; bearbeitet) wird argumentiert: Die Verkehrssituation an der angeführten Stelle ist aufgrund der Straßenführung in Verbindung mit der Vorfahrtsregelung komplex und führt daher immer wieder zu Beinahe-Unfällen zwischen Personenwagen und Fußgängern oder Fahrradfahrern.“ • Fakt-Check: Stimmt.

Und weiter: „Die Elektrastraße biegt an der Kreuzung Rosenkavalierplatz mit einmaliger Vorfahrt von Richtung Norden nach Osten ab.

Autofahrer, die von der Elektrastraße von Osten kommend geradeaus auf den Rosenkavalierplatz fahren, beschleunigen, wenn kein Fahrzeug aus der ande-ren Richtung der Elektrastraße kommt.

Dabei übersehen sie immer wieder Fußgänger und Radfah-rer, die den Rosenkavalierplatz entlang der Elektrastraße aus dem Norden oder aus dem Wohnge-biet im Süden kommend überqueren wollen. • Fakt-Check: Kommt kaum vor, Tempo-30-Zone.

Auch Radfahrer, die an dieser Stelle vom Rosenkavalierplatz entgegen der Einbahnstraße kom-men, werden von rechts abbiegenden Autofahrern gern übersehen, was immer wieder zu Beinahe-Kollisionen führt. Dazu kommen ausparkende Autos, die zu wenig auf Fahrradfahrer aus beiden Fahrtrichtungen achten oder selbst ein kurzes Stück entgegen der Einbahnstraße in die Kreuzung auf die Elektrastraße einfahren.

• Fakt-Check: Erstens – Radfahrer sollten einfach nicht in der Straßenmitte strampeln, dann gibt es derartige Situationen erst gar nicht. • Fakt-Check: Zweitens – jeden Werktag sind seit Jahren Auto-Geisterfahrer, also entgegen der Einbahnstraße, unterwegs, weil die Einbahnstraßenregelung miserabel ausgeschildert ist.

• Fakt vergessen: Radler / Scooter haben an der Elektrastraße Richtung Rosenkavalierplatz kei-nen Vorrang, es gibt keine weißen gestrichelten Linien, Radfahrer radeln, besser rasen, ohne einen Blick über die Schulter, geschweige denn nach hinten über die Fahrbahn, missachten in gröbster Weise die Vorfahrt der aus Richtung Gymnasium kommenden Autofahrer – das zentrale Problem am „Knoten“ Elektrastraße geändert.

Einbahnstraße Rosenkavalierplatz: Seit Jahren sind tagtäglich Geisterfahrer unterwegs. Meist haben die Fahrer die Einbahnregelung beim Ausparken übersehen. Foto: hgb
An dieser Biegung der Elektrastraße kümmert sich kaum ein Scooter- oder Radfahrer – Richtung Rosenkavalierplatz unterwegs – um die Vorfahrt der Autofahrer. Foto: hgb