Die Verbreiterung des Fuß- und Radwegs und der Fahrbahn in der engen Vollmannstraße“ – das hatte ein Anlieger in einem Schreiben an den Bezirksausschuss im Dezember angeregt. Der Beschluss der Lokalpolitiker mit 13 gegen zwölf Stimmen von der CSU-Fraktion und SPD-Mann Gerrit Dittrich: Weiterleitung ans Mobilitätsreferat mit der Bitte um Berücksichtigung bei der Planung von Maßnahmen zur Umsetzung des Radentscheids. Jetzt liegt dazu die Antwort der Behörde vor.

Der Anwohner hatte argumentiert (Auszüge; bearbeitet): „Seit Langem wird darüber diskutiert, dass das Parken an der Straßenwestseite entfallen könnte. Das Verkehrsaufkommen hat sich in den vergangenen Jahren ständig erhöht – zunehmender Lieferverkehr, Busverkehr mit mehreren Linien sowie >Schleichwegverkehr<, um den Effnerplatz zu umgehen. Dazu kommt ein enormer Fahrradverkehr. Die Radler benutzen den viel zu schmalen Radweg an der Westseite in beiden Richtungen und fahren unter Einbeziehung des Gehwegs teils nebeneinander.

Als Linksabbieger komme ich von meinem Grundstück Vollmannstraße 23 nur sehr schwer in Richtung Norden. Einerseits versperren parkende Autos und Lieferwagen die Sicht, andererseits fahren mehrere Buslinien durch die enge Straße. Wenn man dann auf der Straße angelangt ist muss man immer wieder entgegenkommenden Bussen, Müllfahrzeugen und Lastwagen ausweichen.

Aus meiner Sicht wäre es erstrebenswert, die Parkplätze an der Straßenwestseite aufzulassen und den Fuß- und Radweg sowie die Fahrbahn entsprechend zu verbreitern. Die Bebauung westlich der Vollmannstraße ist nicht sehr dicht, sodass die meisten Autos der Anlieger ohnehin auf den eigenen Grundstücken parken. Die Parkplätze an der Straßenostseite befinden sich bereits in bestehenden Parkbuchten.“

Dazu das Mobilitätsreferat (Auszüge; bearbeitet): „Ein Umbau der Vollmannstraße mit verbreiterten Geh- und Radwegen würde einen deutlichen Sicherheitsgewinn mit sich bringen. Den Vorschlag wird in unsere Planung integriert. Ziel ist es, eine Lösung zu entwickeln die sowohl den Bedürfnissen der Anwohner als auch aller Verkehrsteilnehmer gerecht wird. Die Umgestaltung der Parkplätze bietet sich – wie angeregt – eher auf der Westseite an. Dadurch könnten die baulich gefassten Parkbuchten am Baumgraben auf der Ostseite erhalten bleiben. Bei der Umsetzung werden wir darauf achten, dass eine zu breite und geradlinige Fahrstrecke keine erhöhten Geschwindigkeiten begünstigt. Für die derzeit auf der Westseite eingerichteten Kurzparkplätze der beiden Kitas müsste auf der Ostseite Ersatz geschaffen werden.

Die Parkplätze an der Westseite (li) der Vollmannstraße auflassen und dafür die Fahrbahn sowie den Fuß- und Radweg verbreitern – das hatte ein Anlieger gefordert. Der Bezirksausschuss votierte mit einer Stimme Mehrheit dafür. Doch die „komplexen Planungen“ wurden vom Mobilitätsreferat zurückgestellt. Und: Es ist (aktuell) kein Geld da.    Foto: hgb

Die Planungen wurden aufgrund weiterer komplexer Planungsschritte zunächst zurückgestellt. Zudem erschwert die aktuelle Haushaltslage eine zeitnahe Umsetzung baulicher Veränderungen. Aus diesen Gründen ist mit einem zügigen Umbau derzeit nicht zu rechnen.“