Stefan-George-Ring 2 – Erweiterung eines Bestandsgebäudes mit Nutzungsänderung von Büroeinheiten zu Wohnnutzung und Einzelhandel sowie einer Kindertagesstätte (Stefan-George-Ring 2-8 / Süskindstr. 2 – 4) – Vorbescheid.“ Dieser Antrag in der April-Tagung des Bezirksausschusses stand bereits identisch im Juli 2023 auf der Tagesordnung. Jetzt folgte auf den sensationellen Plan eine unglaubliche Wende.
Rückblick Juli 2023: Aufstockung um zwei bis drei Geschosse, maximale Gebäudehöhe 32,5 Meter für 318 Wohneinheiten (davon 94 gefördert; gesamt knapp 29 000 Quadratmeter, alles Mietwohnungen!) samt gemeinschaftlichen Dachgärten und Dachterrassen (zusammen rund 2850 Quadratmeter), einer Kindertagesstätte mit 670 Quadratmeter Freispielgelände und Geschäften / Vollsortimenter (2000 Quadratmeter) sowie zusätzlicher Gewerbenutzung (6000 Quadratmeter). Stellplätze werden in der Bestandstiefgarage nachgewiesen, so die Planangaben.
Zum seinerzeit einstimmig gefassten Beschluss heißt es im Protokoll des Kommunalparlaments: „Die Präsentation war außerordentlich professionell, gut verständlich und zufriedenstellend. Es werden die Anregungen mitgegeben, die Traufhöhe gegenüber der Nachbarbebauung anzupassen, nach hinten zu staffeln und dazu die entstehenden Dachterrassen zu begründen. Der Investor wird gebeten, die weiteren Planungen dem Bezirksausschuss zeitnah wieder vorzustellen.
April 2026: Aus 318 Wohneinheiten wurden 800 Appartements (!), Größe zwischen 20 und 40 Quadratmeter. Und kein Einzelhandel mehr. Kommentar von Robert Brannekämper, CSU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Unterausschusses Planung: „Die Rendite ist natürlich höher.“
Tenor im Kommunalparlament: Aufgrund der massiven Umplanung erscheint es notwendig, dass das Projekt noch einmal erläutert wird. Daher bittet der Bezirksausschuss um Vorstellung durch den Bauträger im der nächsten Tagung des Unterausschusses Planung.


