An der Querung der Richard-Strauss- / Donaustraße / Schreberweg soll zusätzlich zur bestehenden Ampel für Fußgänger eine Fahrradampel eingerichtet werden. Das hatte Martin Blasi (Freie Wähler) im Herbst 2023 im Bezirksausschuss beantragt. Die Lokalpolitiker hatten einstimmig zugestimmt. Das Mobilitätsreferat indes: „Keine Änderung notwendig“. Unlängst bestätigte ein Bürger die Initiative.

Vor dem Hintergrund des Blasi-Antrags beschloss nun er Bezirksausschuss: Weiterleitung an das Referat mit der Bitte um Prüfung der Anbringung einer visuell-grafischen Warnung wie Gefahrenzeichen Fahrräder, die Fußgänger auf die kreuzenden Radfahrer aufmerksam macht.

Der Bogenhauser in seinem Schreiben an das Kommunalparlament (Auszüge; bearbeitet): „Ich fahre täglich meinen Enkel mit dem Fahrradanhänger von der Parkstadt zur Kita. Dazu überquere ich stets die Richard-Strauss- an der Donaustraße. An der dortigen Auto- / Fußgängerampel kommt es oft zu kritischen und gefährlichen Situationen.

Denn zwischen 7.30 und 8 Uhr fahren viele Schülerinnen und Schüler mit dem Fahrrad zu den Schulen auf der anderen Seite der Straße, wie beispielsweise zum Max-Josef-Stift. Die Gefahr entsteht dadurch, dass sehr viele Radfahrer, und natürlich auch Fußgänger und Eltern mit ihren Kindern an der Fußgängerampel anstehen und auf das Grünsignal warten. Aber genau an diesem Wartebereich verläuft ein Radweg.

Auf dem kleinen Wartebereich zwischen Fahrbahn und Radweg haben nur drei bis vier Räder Platz. Alle weiteren, oft sechs bis acht weitere Räder, teilweise auch mit Anhänger, sowie Fußgänger und Eltern mit Kindern müssen auf dem angrenzenden Gehweg warten.

Wenn aber nun die Ampel Grün anzeigt, ist es häufig so, dass Kolonnen von heranfahrenden Radlern den genannten Bereich auf dem Radweg passieren – ohne zu bremsen oder zu warten. Alle, die im hinteren Bereich auf das Grünsignal für Fußgänger gewartet haben, merken plötzlich, dass sie die Grünphase vielleicht nicht mehr schaffen. Entweder drängen sie dann nach vorne und bedrängen andere, oder sie queren – was auch immer wieder zu sehen ist – die Straße, obwohl schon wieder auf Rot umgeschaltet ist.

Ich habe auch schon oft beobachtet, wie heranfahrende Radfahrer, wenn vor ihnen plötzlich mehrere Schüler den Radweg betreten oder befahren, weil sie über die grün zeigende Fußgängerampel wollen, erschrocken sind und blitzartig abbremsten, was ebenfalls ein Gefahrenmoment darstellt.

Rückblick Antwort des Mobilitätsreferats vort drei Jahren: „Durch eine aufgepflasterte Fläche mit einer Länge von circa drei Meter vor der Ampel wird dieser Bereich von parkenden Autos freigehalten. Da der Radweg in diesem Bereich über mehr als 100 Meter gerade verläuft und da sich zwischen dem Radweg und der Parkbucht ein schmaler >Dooring-Streifen< (Anm. d. Red: so wird der Gefahrenbereich neben am Fahrbahnrand längsparkenden Kraftfahrzeugen bezeichnet, in dem Verkehrsteilnehmer durch sich öffnende Fahrzeugtüren gefährdet sind) befindet, können herannahende Radfahrende nicht nur nach Querung der Richard-Strauss-Straße sehr gut wahrgenommen werden, sondern sogar schon davor. Daher werden keine Änderungen vorgenommen.“

Überweg an der Richard-Strauss- auf Höhe der Donaustraße: An dieser Stelle forderte ein Bürger aus Sicherheitsgründen, vor allem morgens zu Schulzeiten, eine zusätzliche Ampel für Radfahrer. Das aber hatte das Mobilitätsreferat bereits im Herbst 2023 abgelehnt.    Foto: hgb