Sie leben nach wie vor in der sichersten Millionenstadt Deutschlands und in einem der sichersten Stadtbezirke Münchens“ (Anm. d. Red.: in der Landeshauptstadt gibt es 25 Stadtbezirke) – für dieses Fazit erhielt Polizeidirektor Andreas Franken, Chef der Inspektion (PI) 22, anhaltenden Beifall bei der von Grüne-Stadtrat Sebastian Weisenburger geleiteten Bürgerversammlung im Luitpold-Gymnasium an der Elektrastraße. Mehr als 500 Bürgerinnen und Bürger waren zum Einwohnertreffen gekommen.
Die Sicherheitslage wird gemessen an der Häufigkeitszahl – Straftaten pro 100 000 Einwohner. Der Wert in München dafür beträgt 5798 (weniger als 2024). Zum besseren Vergleich: Berlin 13233, Bremen 13322, Hamburg 10567. In Bogenhausen beträgt die Zahl 3140. „in unserem Zuständigkeitsbereich gibt es keine Kriminalitätsschwerpunkte, die Anlass geben müssten, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung grundsätzlich zu beeinträchtigen“, resümierte Franken. Gleichwohl gab es in einzelnen Deliktsbereichen „leichte Zunahmen“:
►Callcenter-Betrug: „Leider ist das ein Dauerbrenner“, kommentierte der Inspektionsleiter. 85 Fälle – knapp 27 Prozent Plus – wurden im Stadtbezirk registriert. Unter „Falsche Polizeibeamte / Amtsträger“ gab’s in München 605 Fälle, fast 77 (!) Prozent Zunahme. Bei „Enkeltrick / Schockanruf“ bliebt die Zahl mit 817 in etwa gleich wie im Vorjahr.
„Bei diesen Delikten erfolgt der Erstkontakt telefonisch. Vermeintliche Polizeibeamte, Staatsanwälte, Richter, Ärzte, Bankmitarbeiter oder sonstige Personen, denen man eigentlich vertraut, rufen die Opfer an und stellen Forderungen“, erläuterte Franken. „Informieren Sie bitte, insbesondere ihre älteren Angehörigen oder Bekannten, über diese Maschen. Der oberste Grundsatz lautet: im Zweifel auflegen und die 110 wählen.“
► Cybercrime „Cybertrading- oder Anlagebetrug ist ein Bereich, in dem derzeit besonders viel Aufklärungsarbeit notwendig ist. Es werden im Internet vermeintlich lukrative Geldanlagen angeboten, die mit hohen Gewinnen werben, die Angebote wirken häufig professionell und seriös sind es aber nicht.“
► Wohnungseinbrüche Die Zahl für Bogenhausen: 79 – minus 14,5 Prozent. Die Zahl im Gebiet des Polizeipräsidiums München: 1008 – plus 15 Prozent, wobei knapp die Hälfte der Einbrüche scheiterte, es also beim Versuch blieb. Der Beuteschaden: mehr als zwölf Millionen Euro. „Sie wohnen in einem der schönsten Stadtbezirke Münchens, das lockt leider auch Einbrecher an“, so Franken. So wurden im vergangenen November in einem Fall eine dreiköpfige Bande chilenischer Einbrecher festgenommen.
Und Achtung: „Die Saison der Einbrecher beginnt genau jetzt und erstreckt sich über das Winterhalbjahr. Wenn Sie wissen möchten, wo sich Schwachstellen an ihrer Wohnung oder an ihrem Haus befinden, können Sie sich an das Kommissariat 105 beim Polizeipräsidium wenden. Die Beratungsstelle informiert über aktuelle Möglichkeit der Sicherungstechnik.“
► Kfz-Delikte Dazu der Polizei-Chef: „Leider häufen sich in unserem Bereich aktuell auch wieder diese Delikte. Dabei werden Fahrzeugteile wie Außenspiegel oder Sensoren mit wenigen Handgriffen abgebaut. Offenbar hat sie hier eine Tätergruppierung auf hochwertige Fahrzeuge spezialisiert. Seit Anfang Oktober gab es mehr als 20 Diebstähle, vor allem im Herzogpark.“ Im vergangenen Jahr gab es in Bogenhausen 76 Diebstähle an / aus Autos sowie insgesamt fast 600 Sachbeschädigungen.
► Weitere 2025-Zahlen 82 Rauschgiftdelikte, 17 tätliche Angriffe auf Polizeibeamte, 613 Rohheitsdelikte (Bedrohungen), drei Fälle von >Straßenraub<, 106 Fälle gefährliche und schwere Körperverletzung, 75 Kellereinbrüche (eine wesentliche Abnahme) und 377 Fahrraddiebstähle.
► Prävention Es ist schon beeindruckend, was die Beamten in Bogenhausen alles leisten. So gab 92 Schulkurse, 58 Betreuungen in Kindergärten, 113 Opfernachsorgen, acht Informationsstände acht Kurse zur Zivilcourage, ständiger Kontakt zu zehn Gemeinschaftsunterkünften und 150 Kontrollen im öffentlichen Personennahverkehr.
► Termine Info-Stände der PI 22: • Montag, 9. November, 14 bis 18 Uhr Forum Bogenhausen • Mittwoch, 18. November, 14 bis 18 Uhr, Maria-Nindl-Platz • Dienstag, 1. Dezember, 14 bis 18 Uhr, Kufsteiner Platz • Donnerstag, 8. Dezember, 14 bis 18 Uhr, Rosenkavalierplatz.

