Keine so genannte Unterrichtung für die Mitglieder des Bezirksausschusses bei der Oktober-Tagung, keine Pressemitteilung. Es steht einfach nur so im Internet auf der Seite der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) unter ww.tram-johanneskirchen.de/projekt: „Wiederherstellung des Mittelteilers Johanneskirchner Straße.“
Im MVG-Text heißt es: „In der Johanneskirchner Straße wird im Bereich der Vorhaltefläche für die Tram Johanneskirchen der Ursprungszustand des begrünten Mittelteilers wiederhergestellt. Die Arbeiten finden voraussichtlich von Mitte Oktober bis Mitte November 2026 statt.
Hintergrund ist, dass aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen derzeit kein Termin für den Beginn der Bauarbeiten zur Tram Johanneskirchen feststeht. Da die Fläche auf absehbare Zeit nicht benötigt wird, wird der Mittelstreifen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wiederhergestellt.
Die Arbeiten stehen nicht im Zusammenhang mit dem derzeit laufenden Planfeststellungsverfahren. Über Neuigkeiten zum Projekt Tram Johanneskirchen informieren wir die Öffentlichkeit weiterhin rechtzeitig.“
► Aha: Über Neuigkeiten zum Tram-Projekt wird die Öffentlichkeit weiterhin rechtzeitig informiert!
► Aha: Der Mittelstreifen wird aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wiederhergestellt! Worin bitte besteht bei einem Mittelstreifen Wirtschaftlichkeit.
Nachfragen bei der MVG-Pressestelle, Antworten von SprecherMaximilian Kaltner:
►► „Die Öffentlichkeit wurde auf der Projekt-Homepage über die Wiederherstellung des Mittelstreifens informiert. Die Seite ist eine öffentlich zugängliche Informationsquelle zum Projekt Tram Johan-neskirchen.“
►► „Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird der begrünte Mittelstreifen wiederhergestellt, da die Fläche aufgrund der seit ihrer Einrichtung veränderten Rahmenbedingungen auf absehbare Zeit nicht benötigt wird und dadurch laufende Kosten für die Vorhaltung des aktuellen Zustands vermieden werden können.“
Anmerkungen der Redaktion:
►► ► Die MVG / die MVG-Pressestelle hat sich offensichtlich etwas von den Gepflogenheiten einiger (Bau-)Konzerne abgeschaut. Eine Information / eine Pressemitteilung ins Netz gestellt – fertig. Damit ist ja alles öffentlich. Klar, jeder betroffene Bürger, jeder Berichterstatter schaut täglich auf der >Projekt-Homepage< nach, was es in Sachen Tram Johanneskirchen Neues gibt. Man hat ja sonst nichts anderes zu tun.
So nicht, MVG! Denn die Wiederherstellung des Mittelstreifens betrifft sehr viele Anwohner, sie alle haben ein Recht, bei (Verkehrs)-Einschränkungen informiert zu werden, so wie es die Stadtwerke München (SWM) bei Straßenbaustellen per Rathaus-Umschau-Angaben, per Flyer und / oder per Pressemitteilungen handhaben. Übrigens: Die Gehälter aller MVG-Mitarbeiter werden aus Steuermitteln finanziert!
►► ► Interessant: „Die Fläche wird auf absehbare Zeit nicht benötigt.“ Fakt ist: Das Projekt Tram Johanneskirchen wird von der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger abgelehnt, eine Genehmigung dafür liegt – trotz der voreiligen, widerrechtlichen Arbeiten – seitens der Regierung von Oberbayern nicht vor. Die Pläne des MVG-Vorhabens liegen nicht nur in irgendeiner Schublade, sie stecken in der Mülltonne. Und, was bitte, sind „laufende Kosten für die Vorhaltung des aktuellen Zustands?“ Wenn schon Kosten irgendeiner Art entstehen / entstanden sind – sie werden / wurden ausschließlich von der MVG verursacht.
Zum Projekt wird im Netz von der MVG erläutert: „Die Tram Johanneskirchen verbessert das Verkehrsangebot im Nordosten Münchens erheblich. Die neue Tramstrecke zweigt künftig von der bestehenden Linie nach St. Emmeram ab und bindet so den S-Bahnhof Johanneskirchen an das Tramnetz an. Dadurch schaffen wir eine neue Verbindung zur Flughafen-S-Bahn und verbessern den Anschluss von Johanneskirchen an die Innenstadt und benachbarte Stadtviertel. Das Projekt ist ein zentraler Baustein des Münchner Nachverkehrsplans.“ Anm. dazu v. d. Red.: Überarbeitung überflüssig, einfach ganz streichen!

