Einmal mehr ein Antrag der Grünen im Bogenhauser Kommunalparlament, der städtische Behörden beschäftigt, der – obgleich sicherlich sinnvoll – aber kaum eine Chance auf eine Umsetzung hat. Denn die Maßnahme kostet Geld. Davon hat die Stadt aber nach sechs Jahren grün-roter „Führung“ rein gar nichts mehr übrig. Selbst Pflichtaufgaben sind teils nicht mehr zu bezahlen. Und bis Jahresende betragen die Schulden gemäß dem Kämmerer rund 9,6 Milliarden Euro. Nun denn.

Die im Stadteilgremium verabschiedete Initiative: „Der Bezirksausschuss fordert das Sozialreferat und das Referat für Bildung und Sport (RBS) auf, den Bedarf einer Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) für Kinder mit einer seelischen Behinderung in Bogenhausen zu prüfen. Außerdem soll geprüft werden, ob der Standort des Kindergartens in der Englschalkinger Straße 234, nach Beendigung der geplanten Zwischennutzung durch den Kindergarten im Alten Schulhaus (Muspillistraße 27 – Anm. d. Red. bis Dezember 2026), für eine HPT genutzt werden kann.“

In der Begründung wird angeführt (Auszüge; bearbeitet): „Der 13. Stadtbezirk ist einer der größten und kinderreichsten Stadtbezirke, allerdings verfügt er bislang über keine Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) für Kinder mit seelischer Behinderung gemäß §35a SGB VIII. Familien sind daher gezwungen, Angebote in anderen Stadtbezirken in Anspruch zu nehmen, die teilweise mit langen Fahrtzeiten verbunden sind. Das stellt insbesondere für die betroffenen Kinder eine erhebliche zusätzliche Belastung dar.

Kinder mit seelischen Behinderungen, beispielsweise aufgrund von AD(H)S, Autismus-Spektrums- oder anderen Verhaltensstörungen, depressiven Episoden sowie Sprachentwicklungsstörungen benötigen kontinuierliche, heilpädagogische Angebote, möglichst wohnortsnah. Besonders Kinder im Grundschulalter sind auf stabile Strukturen in kleinen Gruppen mit pädagogischer und psychologischer Unterstützung, so wie eine HPT sie bietet, angewiesen, um ihre schulische Teilhabe zu sichern und negative Entwicklungsverläufe zu vermeiden. Die Einrichtung einer HPT in Bogenhausen ist dringend erforderlich.

Das Gebäude des ehemaligen Kindergartens in der Englschalkinger Straße 234 liegt in unmittelbarer Nähe der Grundschule an der Ostpreußenstraße sowie der Grundschule an der Knappertsbuschstraße. Eine Nachnutzung dieses Gebäudes als HPT bietet sich aufgrund der Lage und der Räumlichkeiten an, zumal durch das angrenzende Neubaugebiet >Mariengärten< weitere Familien zuziehen werden. Vorrang hat vorerst jedoch die Zwischennutzung durch den Kindergarten im Alten Schulhaus an der Muspillistraße 27 bis dort die Dachsanierung abgeschlossen ist.“

Die Einrichtung einer Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) für Kinder mit einer seelischen Behinderung soll die Stadt auf Anregung der Bezirksausschuss-Grünen im ehemaligen Kindergarten an der Englschalkinger Straße 234 prüfen.     Quelle Pressebilder: Diakonie München und Oberbayern; Foto: Erol Gurian