Eine Anwohnerin der Daglfinger Straße – Tempo-30-Zone, Bereich ab Kreuzung Ostpreußen- in Richtung Masurenstraße – beantragte unlängst im Bezirksausschuss ► „die zeitnahe Aufstellung einer Dialog-Display-Anlage zu Beginn der Daglfinger Straße nach dem Rewe-Markt, um eine unmittelbar wahrnehmbare und verhaltenslenkende Wirkung zu erzielen und ► zusätzlich regelmäßige, sichtbare Geschwindigkeitskontrollen (insbesondere zu schulrelevanten Zeiten), um die notwendige präventive Wirkung der Schulwegsicherheit sicherzustellen.“

Laut Angaben der Frau sind gemäß Auskunft des Mobilitätsreferat im Zeitraum 1. September 2023 bis 1. September 2025 insgesamt 34 Geschwindigkeitsmessungen durch die Verkehrsüberwachung veranlasst und durchgeführt worden – „stationär aus einem zivilen Fahrzeug heraus, weshalb diese Kontrollen von der Bevölkerung gerade nicht unbedingt wahrgenommen werden. Genau hierin liegt jedoch das Problem:

Wenn Kontrollen nicht sichtbar sind, entfalten sie keine präventive Wirkung im Straßenraum. Die tatsächliche Verkehrswahrnehmung vor Ort steht im deutlichen Widerspruch zu der Annahme einer hinreichenden Beruhigung der Situation. Erst kürzlich fuhr ein Fahrzeug mit geschätzt deutlich über 60 km / h, nach meinem Eindruck eher an die 70 km / h, durch die Daglfinger Straße. In einer Tempo-30-Zone mit Schulweg, in unmittelbarer Nähe zur Grundschule an der Fritz-Lutz-Straße sowie einem deutlich gekennzeichneten Fußgängerüberweg ist dies schlicht nicht hinnehmbar.“

Und weiter schreibt die Bürgerin: „Mir ist bewusst, dass gemäß Beschlusslage pro Stadtbezirk zwei Dialog-Display-Anlagen eingesetzt werden können und die Standortentscheidung beim Bezirksausschuss liegt. Gerade deshalb bitte ich Sie eindringlich, diesen Standort prioritär zu prüfen.“

Die Lokalpolitiker hatten Verständnis für das Anliegen der Antragstellerin, sie bewerteten indes die Priorität anderer bereits angedachter Standorte höher. Der einstimmige Beschluss des Kommunalparlaments: „Der Standort wird auf die interne Merkliste des Bezirksausschusses für mögliche Dialog-Display Standorte aufgenommen.“

Wie funktionieren Dialog Displays? Passiert ein Autofahrer den Kontrollbereich in vorgeschriebe­nem Tempo oder langsamer, leuchtet das Wort „Danke“ in grüner Schrift auf, darüber erscheint ein lachendes Kindergesicht auf der Anzeigetafel. Ist ein Fahrer hingegen zu schnell unterwegs, mahnt das Display in Rot „Langsam!“. Die Displays treten quasi in Dialog mit den Autofahrern. Daher werden die Anlagen oft auch als „sprechende Verkehrszeichen“ bezeichnet.

Passiert ein Autofahrer die Kontrollstelle maximal in vorgeschriebenem Tempo, leuchtet „Danke“ in grüner Schrift im Dialog Display auf, darüber erscheint ein lachendes Kindergesicht auf der Anzeigetafel. Fährt ein Auto zu schnell, leuchtet die rote Aufforderung „Langsam“ auf.    Fotos: hgb