Einstimmig verabschiedeter Antrag im Bezirksausschuss: Das Referat für Bildung und Sport (RBS) wird aufgefordert, dem Kommunalparlament die Bedarfsprognose für Kinderbetreuungsplätze (Krippe und Kindergarten) zusammen mit einer Angabe zum Versorgungsgrad für den 13. Stadtbezirk vorzulegen. Die Angaben sind pro Kalenderjahr darzustellen verbunden mit Details, inwiefern Zuzug durch Neubau und Nachverdichtung in den Prognosen berücksichtigt wurden. Ferner werden Informationen erbeten, ob – und wenn ja – welche Kindergärten bis 2031 gegebenenfalls nicht weiter betrieben werden sollen.
In der Begründung des Ansinnens heißt es (Auszüge; bearbeitet): „Im 13. Stadtbezirk haben sich in jüngster Zeit Entwicklungen ergeben, die Fragen hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Bedarfsplanung für Kinderbetreuungsplätze aufwerfen. So wurde ein Kindergarten an der Englschalkinger Straße aufgrund eines nach Angaben der Verwaltung nicht mehr bestehenden Bedarfs geschlossen. Dazu wurde der Bezirksausschuss leider nicht vorab informiert. Zudem wird bei einem aktuellen Neubauvorhaben in der Freischützstraße die ursprünglich vorgesehene Kindertagesstätte von der Stadt nicht mehr als erforderlich angesehen.
Vor dem Hintergrund der weiterhin stattfindenden Nachverdichtung sowie zahlreicher Neubauvorhaben in Bogenhausen besteht ein berechtigtes Interesse des Bezirksausschusses an einer transparenten Darstellung der Bedarfsentwicklung und des Versorgungsgrads im Bereich der Kinderbetreuung im Vorschulalter.
Insbesondere ist von Bedeutung, in welchem Umfang prognostizierte Bevölkerungszuwächse durch Neubaugebiete und Nachverdichtungsmaßnahmen in die Bedarfsberechnungen einfließen. Bei zu konservativen Annahmen wären wieder sehr kostspielige Lösungen erforderlich, Stichwort: Prinz-Eugen- Park. Dies sollte im Hinblick auf die angespannte Haushaltslage und die Belastungen für Familien unbedingt vermieden werden.“

