Eine direkte Zufahrtsmöglichkeit aus beiden Fahrtrichtungen in die Hagelstangestraße – eine Abzweigung von der Cosimastraße – und einen Fußgängerdurchgang am Ende der Hagelstange- zur Feringastraße – das haben Anwohner per Antrag im Bezirksausschuss gefordert. Beide Anliegen lehnten die Kommunalpolitiker mehrheitlich ab. Die Hintergründe: Zum einen würde eine Abbiegung über die Gleise der Tram St. Emmeram führen, zweitens führte ein Durchgang zur Feringastraße durch die Kleingartenanlage.
► Begründung für eine Ein- und Ausfahrt von der Hagelstange- in die Cosimastraße: „Die Zufahrtssituation ist aus unserer Sicht ungünstig. Aktuell ist eine direkte Einfahrt in die Hagelstangestraße aus der gegenüberliegenden Fahrtrichtung aufgrund der baulichen Gestaltung im Bereich der Straßenbahntrasse nicht möglich. Obwohl die Hagelstangestraße unmittelbar gegenüber bzw. in direkter Nähe liegt, müssen wir zunächst einen deutlichen Umweg bis in den Bereich bei der Bäckerei Kistenpfennig fahren, dort wenden und anschließend die Strecke wieder zurückfahren, um in unsere Wohnstraße zu gelangen zu können. Dies betrifft auch Besucher des angrenzenden Tennisclubs.
Denkbar wäre eine Zufahrtsmöglichkeitdurch eine entsprechende Anpassung / Absenkung des Bordsteins. Uns ist bewusst, dass aufgrund der Tram-Trasse insbesondere die Verkehrssicherheit, der Straßenbahnbetrieb sowie die baulichen und verkehrsrechtlichen Voraussetzungen berücksichtigt werden müssen. Uns geht es daher zunächst um eine fachliche Prüfung, ob und in welcher Form eine solche direkte Zufahrt grundsätzlich möglich wäre.“
► Begründung für einen Fußgängerdurchgang am östlichen Ende der Hagelstange- zur Feringastraße: „Aktuell ist das Ende der Hagelstangstraße durch einen Zaun komplett blockiert – auch für Fußgänger und Fahrradfahrer. Dies führt zu einer absurden Situation im Alltag: Um zu den dortigen Geschäften oder den Sportstätten in der Feringastraße zu gelangen, müssen wir Anwohner einen etwa 20-minütigen Fußweg in Kauf nehmen. Aufgrund dieses enormen Umwegs sind viele Anwohner gezwungen, für diese kurze Strecke das Auto zu nutzen. Dies widerspricht eklatant den Klimazielen der Stadt und den Prinzipien der Mobilitätswende.
Durch die Öffnung eines kleinen Durchgangs für Fußgänger (eventuell mit einem Tor oder Poller gegen Pkw-Verkehr) könnten wir die täglichen Wege CO2-neutral zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Dies würde nicht nur fossile Brennstoffe und Treibstoffkosten sparen, sondern auch den Parkdruck vor Ort mindern. Ich bitte den Bezirksausschuss, sich mit den zuständigen Eigentümern sowie der Gemeinde Unterföhring in Verbindung zu setzen, um eine pragmatische Lösung zu finden.“

