Wenn schon, denn schon – das dachte sich wohl ein Mann („bin aktuell dualer Student an der Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement“) und stellte gleich zwei – teils gleichlautende – Anträge für die Errichtung neuer Sportanlagen in Bogenhausen.
► Neue Sportanlage im Denninger Anger (Text redaktionell bearbeitet): „Als sportbegeisterter junger Mensch engagiere ich mich für mehr gute und umfangreiche Sportanlagen in München. Mein Vorschlag ist, im Denninger Anger zwischen Denninger- und Buschingstraße eine Sportanlage einzurichten, die es allen Menschen ermöglicht, Sport draußen zu machen. Dafür ist keine große Fläche nötig, da das Gerüst, das viele unterschiedliche Übungen ermöglicht, kompakt ist (Anm. der Red.: also eine Calisthenics-Anlage). Vorbild ist der Platz >Hüllgraben< am Berg am Laim.“
Und weiter: „Trotz der vielen Grünfläche ist es wünschenswert, den einzurichtenden Sportplatz auf festem Boden (Beton oder Hartgummi) zu errichten, da fester Untergrund zusätzlich Übungen ermöglicht, die nicht auf Holzgranulat oder Gras möglich sind. Mir ist bewusst, dass das mit einem gewissen finanziellen Budget einhergeht. Dennoch bitte ich zu überlegen, wie das umsetzbar ist.“
► Beschluss: Im Untergremium Umwelt / Grünplanung wurde der Antrag laut Protokoll „mehrheitlich positiv bewertet.“ Bei der Beratung im Gremium wurde der Wunsch abgelehnt. CSU-Lokalpolitikerin Peggy Schön zur Sache: „Dafür besteht kein Bedarf. Bitte keine weiteren Flächen im Anger versiegeln, den intakten Park so für alle erhalten, wie er ist.“ Konfusion bei der Abstimmung, gleich zwei Mal musste nachgezählt werden: 34 der 37 Mitglieder des Bezirksausschusses waren anwesend, 17 lehnten ab, 17 stimmten (Grüne, SPD, Linke) zu – Patt, Antrag abgelehnt.
► Neue Sportanlage in der Grünanlage Pühnstraße (Text redaktionell bearbeitet): „Die einzelnen Stationen sind verteilt, ermöglichen nur eingeschränkte Übungen. Zusätzlich bietet der Untergrund nicht den Komfort, wie ein Betonboden oder Hartgummi; diese ermöglichen zusätzliche Übungen am Boden, ohne Geräte.“
► Beschluss: Der neu errichtete Pühnpark und verfügt bereits über einen Fitness-Parcours. Eine zusätzliche Calisthenics-Anlage an dieser Stelle wird deshalb als nicht notwendig erachtet, zumal andere Parkanlagen noch über kein Outdoor-Fitness-Angebot verfügen. Antrag abgelehnt.

