Grünstreifen am Rosenkavalierplatz (kurz „Roka“) 12 bis 17: Sanierung des Gehwegs; Anliegen aus der Bürgerschaft“ – so lautete ein „zur Kenntnis genommener“ Punkt bei der Tagung des Bezirksausschusses. An und für sich eine Kleinigkeit, die es aber in sich hat, die viele Menschen tangiert, wohl auch ärgert, einige gar stolpern lässt. Und einen Bogenhauser Senior zu einem geharnischten Brief veranlasst hat.

In dem Schreiben an das Kommunalparlament und an Oberbürgermeister Dominik Krause erklärt der Mann: „Vor vielen Monaten habe ich angeregt, im Grünstreifen am Rosenkavalierplatz 12 bis 17 doch ein paar Gehwegplatten zu verlegen, um Fußgängern bei Regen den Weg durch die dort entstandene Schlammpfütze zu ersparen.

Die paar Platten aus dem städtischen Bauhof hätten von einem (!) Mitarbeiter verlegt werden können. Jetzt erlebe ich – 82-jähriger Rollatorfahrer –, dass Felsbrocken zwischen den niedrigen stählernen Begrenzungsbögen gelegt wurden. Das muss ein riesiger Aufwand gewesen sein mit mehreren Mitarbeitern und einem großen Lastwagen samt Kran (und vorheriger Baustellenabsperrung?). Was soll das?

Die Schlammpfütze bildet sich nach wie vor nach Regen. Die vielen Fußgänger – auf dem Weg vom Busbahnhof, von der Brücke, den Parkplätzen, den Arztpraxen, vom Supermarkt – haben jetzt nicht nur einen schmutzigen Weg, sondern auch noch eine >Kletterpartie< um die Felsen herum.

Und das muss ein kleines Vermögen gekostet hat, obwohl die Stadt doch kein Geld hat. Hat die Stadt trotzdem Geld zum Rauswerfen?

Man hat bei der Straßenplanung vergessen, die Fußgängerströme zu berücksichtigen. Bei der Straßenerneuerung vor ein paar Jahren hat man den Fehler natürlich nicht behoben. Jetzt versucht man anscheinend mit Gewalt, die Fußgänger auf den markierten Überweg zu zwingen. Obwohl doch jedem bekannt ist, dass man Fußgängermengen nur schwer zu etwas zwingen kann? Aber ich habe als zwölfjähriger Bub schon (und seitdem wiederholt) erfahren, dass Straßen- und Stadtplanung nicht zu den Stärken Münchens gehören.

Die Stadtverwaltung möge mir nicht mit irgendwelchen Richtlinien kommen, als gelernter Jurist habe ich gelernt, dass Richtlinien keine Ausrede für Fehler sein können. Darf ich hoffen, dass die Sache noch vor meinem Tod bereinigt wird?“ – Wumms, das sitzt!

Felsbrocken zwischen den stählernen Begrenzungsbögen am Rosenkavalierplatz 12 bis 17 sollen Fußgänger von einer Abkürzung abhalten. Eine (teure) Fehlannahme! Einige Platten wären die bessere Lösung, so ein Bogenhauser.    Foto: hgb