Rümelinstraße: Bank statt Bushäuschen

02.03.2015

An Stelle des wegen massiver Rostschäden abmontierten Wartehäuschens am Busstopp Rümelin­straße der Linie 187 (Richtung Kufsteiner Platz) wird eine Sitzbank installiert. Vertreter der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sicherten bei einer Ortsbesichtigung Mitgliedern des Bezirksausschusses (BA) eine „unbürokratische Umsetzung auf kurzem Dienstweg“ zu.

Die Vorgeschichte: Ende 2013 war das Bushäuschen wegen „statischer Probleme mit Gefahrpoten­zial“ abgebaut worden. Zur BA-Tagung im vergangenen Oktober hatte ein Bürger die Wiederein­richtung eines Wartehäuschens an der Haltestelle beantragt. Ein Unterstand als Regenschutz sei notwendig, weil „viele ältere Menschen, aber auch junge Familien mit Klein- und Schulkindern die Haltestelle nutzen.“ Die Kommunalpolitiker befürworteten das Ansinnen einhellig.

So war’s früher an der Haltestelle Rümelinstraße des 187er: Fahrgäste konnten wettergeschützt im Häuschen auf den Bus warten. Inzwischen ist es abmontiert, jetzt wird eine Sitzbank installiert. Doch die Lokalpolitiker lassen nicht locker, sie fragen nach den „baurechtlichen Voraussetzungen“.

So war’s früher an der Haltestelle Rümelinstraße des 187er: Fahrgäste konnten wettergeschützt im Häuschen auf den Bus warten. Inzwischen ist es abmontiert, jetzt wird eine Sitzbank installiert. Doch die Lokalpolitiker lassen nicht locker, sie fragen nach den „baurechtlichen Voraussetzungen“.

Doch laut MVG lassen geänderte gesetzliche Vorgaben – das Befahren des Gehwegs mit Rollstüh­len und Kinderwagen muss uneingeschränkt möglich sein, ohne andere Fußgänger zu behindern – nicht zu, dass eine neue Wartehalle am bisherigen Standort aufgestellt wird.

Überdies wäre die kostenintensive Verlegung einer Gasleitung für ein Fundament notwendig, so ein MVG-Mann beim Termin vor Ort. Auch eine Verlegung der Haltestelle sei nicht machbar, da Aus- und Einfahrten sowie die benötigte Wendschleife am Max-Halbe-Weg diese Möglichkeiten blockieren.

Die MVG-Vertreter schlugen bei dem Treffen vor, „eine Sitzbank oder alternativ Einzelsitze mit seitlichen Lehnen zu montieren“, damit sich die Fahrgäste wenigstens bis zum Eintreffen des Busses, der im 20-Minuten-Takt fährt, setzen können.

Die Lokalpolitiker stimmten jetzt der Maßnahme zu, betrachten diese aber als eine Art Zwischen­lösung. Sie wollen die Fahrgäste nicht im Regen stehen oder sitzen lassen. Das Baureferat wird nämlich gebeten, die „baurechtlichen Voraussetzungen von Bushäuschen zu prüfen und das Ergebnis dem BA mitzuteilen.“

„Was an der Bushaltestelle Friedrich-Eckart-/Ecke Eggenfeldener Straße auf Höhe der Reifenfirma Wiesinger machbar ist, nämlich demnächst eine schmälere Wartehalle wegen der Radler zu montieren, das muss doch an der Rümelinstraße auch möglich sein“, kommentierte ein Ortspolitiker die Thematik.

Alexander MihatschRümelinstraße: Bank statt Bushäuschen