So sicher wie spätestens ab Anfang Juli die Sommersonne brennt, so sicher gibt’s rund um und am Rosenkavalierplatz im Arabellapark seit Jahren (verstärkt) das gleiche Problem: Kinder und Jugendliche, die mit ihren überwiegend arabischen Eltern Gäste in einem der umliegenden Hotels sind, rasen meist ohne Rücksichtnahme auf andere Menschen kreuz und quer mit E-Scootern über den Platz. Folgen waren sich häufende Beschwerden bei der Polizeiinspektion 22. Im vergangenen August wandte sich deren Sachbearbeiterin deswegen an AKIM.

AKIM? Das ist das >Allparteiliche Konfliktmanagement in München< – „angedockt“ im Amt für Wohnen und Migration des Sozialreferats. Unter Angebote für Bürger heißt es auf der AKIM-Website: „Sie sind von Konflikten im öffentlichen Raum betroffen? – Sie fühlen sich gestört durch Personen im öffentlichen Raum und ihr Verhalten (beispielsweise Lärmen, Hinterlassen von Müll, Vandalismus, Feiern von Partys)? – Sie möchten bei störendem Verhalten selbst aktiv werden, sind sich aber nicht sicher, wie Sie das gefahrlos tun können?“

Und: „Wer sind wir?“ – „Wir sind Ansprechpartner für alle Seiten im gesamten Stadtgebiet bei Irritationen und Störungen im öffentlichen Raum. – Wir sind sowohl vermittelnd vor Ort tätig als auch als Fachstelle für dialogisches Konfliktmanagement im öffentlichen Raum.– Wir hören zu, moderieren, vermitteln, bauen Netzwerke auf, geben Impulse, wechseln Perspektiven und unterstützen ein gutes Miteinander, unabhängig und allparteilich.“

Jüngst stellte Sozialarbeiterin Anja Kohnen AKIM im Untergremium Kultur, Soziales und Vereine des Bezirksausschusses vor und erklärte die Einsätze. Laut Konfliktmanagerin Aliena Corsepius, zuständig für die Problematik am Rosenkavalierplatz, umfasste „eine bisherige Maßnahme das Parken und Abstellen der E-Scooter, das seit November 2023 nur noch auf dem angrenzenden öffentlichen Grund, aber nicht mehr am Rosenkavalierplatz selbst, gestattet ist.“ Dazu vorweg: für die Einhaltung ist die Polizei Bogenhausen zuständig.

Corsepius erläutert unser-bogenhausen.de weiter: „AKIM hat in Absprache mit den Hotels sowie der Hausverwaltung vor Ort Inhalte erstellt, die einerseits die Hotelgäste zur Thematik sensibilisieren sollen, und andererseits den Anwohnern signalisieren, dass sich um ihr Anliegen gesorgt wird. Den Hotelgästen werden die Inhalte in Form eines A5-Flyers in arabischer, englischer oder deutscher Sprache ausgehändigt. Der Druck des Flyers sowie dessen Verteilung obliegt dem Hotelmanagement. Die Hausverwaltung wird die Inhalte in Form eines A4-Plakats in deutscher Sprache digital den Anwohnern zukommen lassen.“

Und: „Mit dem Hotelmanagement ist zudem vereinbart, dass AKIM während der Saison von Juli bis September zur Situation und zum Verlauf der Flyer-Maßnahme auf dem Laufenden gehalten wird.“

Flyer in arabischer, englischer oder deutscher Sprache sollen helfen, Konflikte rund um den. Rosenkavalierplatz einzudämmen. Grafik: Stadt München / Sozialreferat