Fünf Anträge rund ums Rad – drei von den Grünen plus zwei Bürgerwünsche – prägten die Tagung des Untergremiums Verkehr des Kommunalparlaments und folgend die Sitzung des Gremiums zu den Empfehlungen dieses Unterausschusses. Eine Übersicht:
• „Das Mobilitätsreferat soll die Ampelschaltung auf der Effnerstraße so anpassen, dass auch der Radverkehr von der >Grünen Welle< profitiert. Dies betrifft vor allem die Schaltung der Kreuzung Odin- / Effnerstraße im Verhältnis zur Kreuzung Effner- / Englschalkinger Straße.
Begründung der Grünen-Forderung: „Die Effnerstraße ist (auch) für den Radverkehr eine wichtige Verkehrsverbindung. Im Vergleich zu den Parallelstraßen Cosima- und Oberföhringer Straße ist sie deutlich besser als effiziente Route für den Radverkehr geeignet, da sie gerade verläuft, nur wenige Ampeln hat und bis zur Lohengrinstraße einen durchgehenden Radweg hat. Wenn man allerdings mit dem Rad stadtauswärts fährt und die Englschalkinger Straße quert, sorgt die Grüne Welle dafür, dass die Ampel an der Odinstraße immer kurz vor Erreichen der Kreuzung auf Rot umschaltet. Die Ampelschaltung soll so angepasst werden, dass der Radverkehr an dieser Kreuzung nicht immer warten muss. Im besten Fall kann so auch in der anderen Richtung die Radverbindung aus der Lohengrinstraße (Ostseite) stadteinwärts verbessert werden. Einhellige Zustimmung.
• „Die Stadt wird gebeten, eine sichere Querung der Cosima- auf Höhe der Wesendonkstraße für Fahrradfahrer mit einer Fahrradampel zu gewährleisten.“ Denn, so die Begründung des nächsten Grünen-Antrags: „Im südlichen Teil der Kreuzung Wesendonk- / Ruth-Drexel- / Cosimastraße ist der Radweg rot eingefärbt mit Abbiegepfeil nach links in die Ruth-Drexel-Straße oder um in den Salzsenderweg nach Osten zu gelangen. Das ist die korrekte Radwegführung. Die Umlaufsperre ist dem Aufkommen der Radler oft nicht gewachsen. Stehen Radler am Abbiegepfeil, können sie nicht ersehen, wann die Querung sicher möglich ist.“ Einstimmige Zustimmung.
• „Das Mobilitätsreferat wird aufgefordert, auf der Johanneskirchner – zwischen Cosima- und Effnerstraße in beiden Richtungen einen Radschutzstreifen, möglichst rot eingefärbt, anzubringen. Wenn das aus Platzgründen nicht möglich ist, soll geprüft werden, je eine Fahrspur dem Radverkehr zuzuschreiben“, so ein weiterer Grünen-Antrag.
Die Begründung: „Eine Verbesserung für den Radverkehr wurde erst für die Zeit nach dem Umbau der Kreuzung im Zusammenhang mit der Tramverlängerung nach Johanneskirchen zugesagt. Diese ist aber frühestens in zwei Jahren abgeschlossen, vorbehaltlich der Genehmigung des Planfeststellungsverfahrens durch die Regierung von Oberbayern.
Anfang Oktober hatte es einen Unfall auf diesem Abschnitt gegeben, bei dem ein Mitglied des Bezirksausschusses auf dem Rad von einem Auto unter Missachtung des seitlichen Abstandsgebots erfasst und dabei verletzt wurde. Der Streckenabschnitt hat kein angeordnetes Tempo 30, dennoch wird der Radverkehr ungeschützt auf der Fahrbahn geführt. Es kann mit einer Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit für den Radverkehr nicht mehr länger gewartet werden.“ Antrag mit 16 gegen acht Stimmen abgelehnt.
• Bürgerantrag: „Freigabe des Radwegs parallel zur Bülowstraße für beide Richtungen zwischen Effnerplatz und Niedermayerstraße.“ Die Lokalpolitiker waren sich einig, dass der Radweg für eine Freigabe in beide Richtungen deutlich zu schmal ist. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass der Abschnitt Niedermayer- / Gebelestraße nicht für den Radverkehr in beide Richtungen freigegeben ist, sondern dieser nur in der regulären Fahrtrichtung auf dem gemeinsamen Fuß- / Radweg geführt wird. Da es bereits eine hohe Beschwerdelage über den engen Weg gibt, soll die Situation nicht noch weiter verschärft werden. Antrag einstimmig abgelehnt.
• „Wir sind vor Kurzem von Wien nach Bogenhausen gezogen, fahren oft mit dem Rad. An der Tram- und Busstation Regina-Ullmann-Straße fehlen Rad-Abstellmöglichkeiten. Die Fahrräder von Eltern, die ihren Nachwuchs in den Kindergarten bringen, werden an die Abgrenzungen um die Bäume angeschlossen. Können Sie Möglichkeiten prüfen, wo und in welchen Umfang hier Radständer montiert werden könnten?“, so ein Mann.
Einige Lokalpolitiker bezweifelten die Notwendigkeit von Radstellplätzen auf der Ostseite der Cosimastraße, da die Kita nur vorrübergehend auf dieser Seite untergebracht ist und nach der Bauphase wieder auf die andere Straßenseite umzieht, wo es bereits Radstellplätze gibt. Die Grünen befürworten unabhängig vom Verbleib der Kita die Umwandlung eines einzelnen Stellplatzes in Radstellplätze, weil es auf dieser Seite der Straße noch keine gibt. Antrag abgelehnt mit 16 gegen acht Stimmen.

