Ach du armes München: Jetzt hat die Stadt nicht einmal mehr Geld, um an einer Brücke das Geländer gemäß Vorschriften endlich sicher zu machen. Quasi eine Kleinigkeit, die aber einmal mehr unterstreicht, dass SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter seine Referate nicht im Griff hat.

Zur Sache: Anfrage im Bezirksausschusses im vergangenen Herbst auf Initiative der CSU-Fraktion an das Baureferat: „Wann wird eine gestalterisch zufriedenstellende Lösung zur Absicherung der Brücke über den Hüllgraben in der Schichtlstraße umgesetzt?“ Das Ansinnen war seinerzeit im Kommunalparlament einstimmig verabschiedet worden.

Die Begründung / der Hintergrund: Bereits 2024 haben sich Bürger im Hinblick auf den an der Brücke über den Hüllgraben in der Schichtlstraße angebrachten Bauzaun an den Bezirksausschuss gewandt und die Entfernung gefordert. Der Bauzaun wurde vor einigen Jahren offenbar aus Sicherheitsbedenken angebracht, da das damalige Geländer als nicht ausreichend beurteilt wurde.

Nach Einschätzung vor Ort, so heißt es in der Anfrage, entspricht das vorhandene Geländer in seiner Ausführung einem üblichen Industriegeländer mit Handlauf und Kniestab, wie es vielfach an Brücken eingesetzt wird. Dass dafür ein großformatiger Bauzaun über Jahre als Dauerlösung bestehen bleibt, ist städtebaulich wie auch gestalterisch höchst unbefriedigend und beeinträchtigt das Orts- und Straßenbild

Und weiter: „In der Rückmeldung des Mobilitätsreferats wurde auf eine Aussage des Baureferats verwiesen, wonach die provisorische Sicherung mit metallenen Bauzäunen weiterhin Bestand haben solle, da die alten Metallgitter nicht mehr heutigen Sicherheitsstandards entsprächen. Gleichzeitig konnte jedoch kein Zeithorizont zur Erneuerung benannt werden. Diese Situation ist in keiner Weise akzeptabel. Dieser Bauzaun erfüllt weder gestalterische Anforderungen noch entsteht der Eindruck einer verlässlichen und sicheren baulichen Lösung.“

Mit Datum 13. Januar 2026 reagierte das Baureferat: „Die Absperrung musste aufgrund eines Unfalls mit einem Kind angebracht werden. Die provisorische Absicherung des Brückengeländers mit Bauzäunen hat daher weiterhin Bestand. Die Verkehrssicherheit ist damit hergestellt. Aufgrund der aktuellen Haushalts- und Personallage kann derzeit nicht abgeschätzt werden, wann eine Instandsetzung des Geländers erfolgen wird.“

Bauzaun am Ende der Schichtlstraße an der Hüllgraben-Brücke: Die Stadt hat kein Geld, das Brückengeländer entsprechend der Vorschriften instand zu setzen.    Foto: hgb