Grünen gegen Bäume“ wetterte enttäuscht CSU-Lokalpolitikerin Peggy Schön zu ihrem mit 19 gegen 16 Stimmen im Bezirksausschuss abgelehnten Antrag für Baumanpflanzungen im Bereich Rosenkavalierplatz / Elektrastraße im Arabellapark. Gleichwohl befürworteten die Stadtteilvertreter einstimmig einen Prüfantrag für die Anpflanzung von Hecken und Sträuchern, der dem Plenum seitens des Baureferats / Gartenbau vorzulegen ist.
Unter der Headline >Mehr Aufenthaltsqualität und Hitzeschutz am Rosenkavalierplatz – Begrünungspotenziale prüfen< heißt es in dem (erneuten, in der Vergangenheit bereits behandelten) Ansinnen:
„Das Baureferat / Gartenbau wird gebeten, den Bereich rund um den Rosenkavalierplatz einschließlich der Anfahrt von der Englschalkinger – über die Elektrastraße bis zum Rosenkavalierplatz fachlich zu prüfen, ob im Zuge der Umgestaltung des Rosenkavalierplatzes im Jahr 2022 für die gefällten fünf Bäume geeignete Ersatz- oder Ergänzungspflanzungen möglich sind (Anm. d. Red.: es waren sieben Bäume), und wo darüber hinaus Hecken, Sträucher oder andere geeignete Begrünungsmaßnahmen zur Aufwertung, zur Schaffung zusätzlicher natürlicher Schattenbereiche und damit zur Verbesserung des Hitzeschutzes möglich sind. Das Referat wird gebeten, die Ergebnisse der Prüfung und die grundsätzlich geeigneten Standorte dem Bezirksausschuss vorzustellen.“
Die Begründung: „Der Rosenkavalierplatz ist ein wichtiger Aufenthalts- und Begegnungsort für Anwohner und Besucher. Zusätzliche Begrünungsmaßnahmen erhöhen die Aufenthaltsqualität, schaffen angenehme schattige Bereiche und tragen zu einem attraktiven Erscheinungsbild des Platzes bei. Nachdem bei der Umgestaltung des Rosenkavalierplatzes 2022 fünf Bäume gefällt und nicht ersetzt wurden, besteht Potenzial für ergänzende Pflanzungen. Ein ansprechend gestalteter und klimaresilienter öffentlicher Raum steigert die Attraktivität des Quartiers, kommt den Bürgern zugute und stärkt zugleich die örtlichen Geschäfte und die Gastronomie.“
Der Hintergrund: Besagte Bäume wurden vor vier Jahren im Zug der Umgestaltung des Übergangs am Platz sowie der Schaffung zusätzlicher Parkmöglichkeiten entfernt. Dabei wurden zwei „dünne“ Bäume auf der Mittelinsel sowie fünf weitere, untermassige Bäume (Stammumfang auf einem Meter Höhe unter 80 Zentimeter), die direkt am Straßenrand auf der Seite des Supermarkts standen und die sich stark zur Fahrbahn geneigt haben, im Frühjahr 2022 gefällt.
Diese „kleinen“ Bäume waren laut Experten im Wachstum „erheblich eingeschränkt“ durch die großen Bäume entlang des Gehwegs, hatten keine Überlebenschance. Für die Fällungen bezichtigten mehrfach Grüne und ÖDP die CSU, sie sei „maßgeblich dafür verantwortlich.“
Für den Fußverkehr erfolgte damals ein Rückbau der Mittelinsel und die Anlage eines neuen Fußgängerübergangs. Die Fahrbahn wurde bis auf fünf Meter verschmälert und die Gehwege erweitert, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen und die Querungsdistanz zu verringern: Die Bordsteinführung und die Bodenmarkierung wurden so angepasst, dass zusätzlich 18 Parkplätze entstanden.
In der September-Tagung des Kommunalparlaments kam es erneut zu hitzigen Äußerungen zwischen Rot und Grün gegen Schwarz. Gleichwohl: Am Ende einigte man sich auf besagten Prüfantrag. Indes: Möglichkeiten für neue Hecken und Sträucher vor dem Hintergrund private Flächen und der Pflege gibt es nur wenige.


