Einstimmiger Beschluss im Bogenhauser Kommunalparlament: Der Bezirksausschuss fordert das Referat für Bildung und Sport (RBS) auf, bei den anstehenden Sanierungsplanungen des Luitpold-Gymnasiums (ehemaliges Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums, WHG, an der Elektrastraße im Arabellapark) den Hitzeschutz so auszulegen, dass auch in Hitzeperioden die Raumtemperatur in den Klassenzimmern nicht über 26 Grad steigt.

Und weiter: Die dafür gegebenenfalls zusätzlich erforderlichen Finanzmittel sind rechtzeitig im Mehrjahresinvestitionsplan (MIP) zu berücksichtigen. Das Stadtteilgremium bittet um Vorstellung der Planungen, sobald diese vorliegen sowie zeitnah um ein Update zum derzeitigen Zeitplan für die anstehende Sanierung.

In der Begründung des Antrags heißt es: Der Bau des alten WHG stammt aus den 1980er-Jahren und muss umfassend energetisch saniert werden. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung im Sommer muss dabei jetzt vor allem auch der Hitzeschutz, der eine dauerhaft hohe Erwärmung der Innenräume verhindert, berücksichtigt werden. Da der Sanierungsbeginn an die Baufertigstellung des zwischenzeitlich nutzenden Luitpold-Gymnasiums gekoppelt ist (der Bau am Stammsitz in der Seeaustraße im Lehel wird geplant ab 2027 abgerissen und neu gebaut), wünschen die Lokalpolitiker ein Update zur aktuellen Zeitplanung.

Aufgrund der noch andauernden Zwischennutzung besteht ausreichend zeitlicher Vorlauf, um einen wirksamen Hitzeschutz von Anfang an in die Planung zu integrieren – statt ihn nachträglich und kostenintensiv nachzurüsten. Die geforderte Zieltemperatur von maximal 26 Grad orientiert sich an der >Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5<, die für Büroräume eine Raumtemperatur von dauerhaft nicht mehr als 26 Grad vorsieht. Dieser Aspekt wird besonders von der Lehrerschaft betont, weil das Klassenzimmer deren Arbeitsplatz ist. Für Schüler ist zudem ein konzentriertes Lernen durch höhere Temperaturen erschwert.

Aufgrund der derzeitigen Haushaltslage der Stadt ist eine frühzeitige Planung der erforderlichen

Finanzmittel, die einen wirksamen Hitzeschutz berücksichtigen, von zentraler Bedeutung.

Das fast 50 Jahre alte Bestandsgebäude des ehemaligen Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums – aktuell zwischengenutzt vom Luitpold-Gymnasium – muss von Grund auf saniert werden. Dabei soll der Hitzeschutz so berücksichtigt werden, dass auch in Hitzeperioden die Raumtemperatur in den Klassenzimmern nicht über 26 Grad steigt.     Foto: hgb