Rückblick März 2025: Per Antrag im Bezirksausschuss hatte eine Bürgergruppe einen Bouleplatz an der Savitsstraße – es wäre die fünfte Anlage im Stadtbezirk – angeregt. Die Lokalpolitiker hatten seinerzeit dem Wunsch zugestimmt und das Anliegen an das Baureferat mit der Bitte um Konzeptionierung inklusive Sitzgelegenheiten und Baumpflanzungen weitergeleitet. Doch eine Umsetzung wurde seitens der Stadt angesichts leerer Kassen abgewiesen. Jetzt erneuerte ein Vertreter den Wunsch und präsentierte Eigenleistungen.

In einem Schreiben an den Bezirksausschuss wurde damals erläutert (Auszüge; bearbeitet): „An der Savitsstraße liegt ein öffentlicher >Bolzplatz<, der von Jugendlichen (und auch Erwachsenen) aus der Umgebung gern und oft genutzt wird. Es ist erfreulich zu sehen, wie der Platz auch zur Begegnung zwischen den Jugendlichen im Quartier und aus der Flüchtlingsunterkunft beiträgt.

Neben dem Fußballplatz befindet sich ein dreieckiges Areal mit jeweils 40 Meter langen Schenkeln und damit etwa 700 Quadratmeter Fläche. Die Brachfläche ist weitestgehend ungenutzt; dort steht ein >Häuschen< der Stadtwerke München (SWM).

Unser Vorschlag: Auf einem Teil dieser Fläche einen Bouleplatz anlegen, Größe 15 mal sieben Meter. Also Schotter und Kies aufbringen und verdichten, die Seiten mit Holzbalken begrenzen. Aufwand und Kosten sind sicherlich überschaubar. Schön wäre darüber hinaus noch vier Bäume zu pflanzen, die den Platz markieren und in einigen Jahren beim Spiel ein wenig Schatten spenden. Und toll wäre es, die ein oder andere Sitzgelegenheit zu schaffen. Die Pflege der Anlage könnten wir Anwohner – schon aus Eigeninteresse – übernehmen.

Die Bouleszene im Hofgarten genügt, um einen Eindruck zu gewinnen, welch ein Lebensgefühl sich beim Boulespiel entfalten kann. Und das altersübergreifend. Im Quartier haben wir keine derartigen Begegnungsflächen.“

Im neuen Anlauf heißt es: „Wir wissen, dass sich die Haushaltslage der Stadt nicht verbessert hat. Auf dem Flurstück befinden sich derzeit eine SWM-Gasdruck-Regelanlage und zwei Bäume. Ein Bouleplatz (15 mal acht Meter mit zwei Bahnen) ließe sich problemlos dahinter unterbringen. Als Anwohner im Siedlerverein Englschalking können wir sowohl die Umsetzung als auch die laufende Wartung in einem höheren Anteil an Eigenregie unterstützen. Im Kern bräuchte es ein >Go< des Bezirksausschusses und der Stadt, die Fläche entsprechend eines festzulegenden Plans / Designs gestalten zu dürfen. Dafür können wir Varianten erstellen und vorlegen. In Summe ließe sich mit minimaler Investition und hohem nachbarschaftlichen Eigenengagement aus einer derzeitigen Brache ein kleines, lebendiges Refugio gestalten.“

Der Beschluss des Kommunalparlaments: Die Gruppe wird gebeten, einen ersten Plan zu erstellen, einen Kostenvorschlag für die Bauleistung einzuholen und das Gesamtprojekt dann im Stadtteilgremium vorzustellen. Parallel klärt ein Vertreter des Bezirksausschusses, ob das Baureferat / Gartenbau der Errichtung eines Bouleplatzes an dieser Stelle zustimmt.

Eine Kugel „schieben“ beim Bolzplatz an der Savitsstraße – eine Bürgergruppe für ein Boulefeld startete dafür jetzt einen neuen Anlauf, ist bereit, einen Plan zu erstellen und unter anderem die Wartung zu übernehmen.    Symbolfoto: hgb